von Nicola

Die Ostertorte zum 75.

April 15, 2014 in Backen, Geburtstag, Jahreszeiten, Ostern von Nicola

In Familien- und Freundeskreis ist es ja inzwischen üblich, dass ich einen Kuchen mitbringe – glutenfrei backen ist halt nicht ganz ohne… Am Sonntag war nicht nur Ostern, sondern auch des Hausherrn’ Mutters Geburtstag. Also gleich ein doppelter Anlass für eine Torte mit dem besonderen Etwas ;-)

Wie gehe ich an eine solche Aufgabe ran? Na, erstmal googeln und Tortenbilder gucken. Schnell war klar, dass es eine Schoko-Biskuit-Torte mit Füllung werden soll, dekoriert mit “Erde” (Kuchenkrümeln), Marzipan- oder Fondant-Tier und Möhrchen. Alleine das Wort “Dekorbiskuit” in der Anleitung hat mich förmlich angeschrien “back mich”! Auch die Technik fand ich faszinierend: erst orangefarbenen Teig zusammenrühren, in Möhrenform auf Backpapier spritzen und einfrieren. Dann braunen Teig darüberstreichen und backen. Gleichzeitig und aus dem gleichen braunen Teig einen Tortenboden und ein “Restestück” zum Zerkrümeln backen. Foto vom Zwischenstand:

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Dann wird alles zurechtgeschnitten und zusammengesetzt, gefüllt mit Käse-Sahne-Himbeer-Mischung und kaltgestellt. Und zum Schluss natürlich dekoriert, klar. Das Rezept bzw. die Links folgen weiter unten…

Der Plan stand also, nun wollte der Herr des Hauses eine Probetorte. Er traute zwar mir (ODER???), aber nicht den Backeigenschaften von glutenfreiem Biskuit… daher durften sich meine Kollegen letzte Woche über Generalprobentorte freuen. Die sind immer seeeeeehr gerne bereit, mir bei der Vernichtung von Backwaren zu helfen ;-)

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Wie ihr seht, ist auch noch ein kleines Marzipan-Häschen entstanden, nach dem Vorbild des Fondant-Hasen von der Cake Cologne… wenn man einmal weiß, wie’s geht, geht es schnell – ganze 12 Minuten habe ich gebraucht.

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Lessons learned und für die “richtige” Torte gleich umgesetzt:

  • die Höhe der Randstreifen habe ich auf die Rückseite des Backpapiers aufgezeichnet und dann erst die Möhren draufgespritzt
  • die Möhren waren deutlich schmaler und oben runder – möhriger also
  • beim Aufbringen des braunen Teigs war ich deutlich großzügiger, sprich die Streifen waren viel zu “hoch”. So konnte ich sie hinterher genau zuschneiden und hatte dabei gleich das ”Krümelmaterial” übrig, statt ein Extrastück Biskuitplatte zu backen.
  • statt 2 Randstücken habe ich diesmal 3 gebacken, insgesamt bestimmt 10cm länger als der Innenumfang der Backform – beim ersten Versuch hat sich der Rand nach dem Füllen zusammengezogen oder die Füllung hat ihn auseinandergedrückt, jedenfalls war da ein Loch im Rand (siehe Foto oben). Die Randstücke habe ich dann überlappend in die Form gestellt und erst nach dem Festwerden der Füllung vorsichtig den Überstand abgeschnitten
  • frische Himbeeren statt TK-Ware – optisch viel schöner, vor allem weniger Flüssigkeit, die den Rest der Torte aufweicht.
  • 2 Blatt mehr Gelatine als im Rezept angegeben – allerdings habe ich auch Quark und Joghurt etwas großzügig abgemessen. So war die Füllung noch schnittfester.

Als Tüpfelchen auf der Torte gab es diesmal auch noch Marzipan-Möhrenstümpfe, die natürlich dann auch an den passenden Stellen oberhalb der Rand-Möhren angeordnet waren, klar… Und drei Häschen, weil es drei Nichten und Neffen gab, die sich sonst drum hätten streiten müssen…

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… und hier reisefertig verpackt:

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So sah sie schließlich aus, die Oster-Geburtstags-Torte:

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Ist super angekommen, vor allem die Möhren am Rand haben alle beeindruckt. Ich habe schon drölfzig neue Ideen, was man damit noch alles machen kann:

  • einfache Muster wie Streifen oder Punkte
  • Jahreszahlen zum Geburtstag oder gleich der Name des Geburtstagskindes
  • die Kalorienzahl – neee, das wäre wohl etwas fies – obwohl… mal sehen…
  • Firmenlogo und -name – und gleich der Hinweis an S. – das ist MEINE Idee :-)

Zum Schluss zum Nachbacken noch die Links: Hier geht’s zur Anleitung der Torte, und als Füllung habe ich dieses Käse-Sahne-Torten-Rezept genutzt, da ich keinen Eierlikör nehmen wollte wegen der anwesenden Kinder…

 

von Nicola

Bistro dreiRaum

April 11, 2014 in Samstagskaffee von Nicola

Noch so ein etwas eingestaubter Beitrag aus meinem Entwurfsordner… hier waren wir schon letztes Jahr im November. Aber das macht ja nix :-)

Das Bistro dreiRaum hatten wir schon mehrfach im Vorbeifahren auf dem Weg zu den Kaffeepiraten, zum Café Kleinhaus, zum Café Emma’s oder zum Café Concorde (das es nicht mehr gibt, jetzt ist dort ein toller Burgerladen) gesehen – mir fällt gerade auf, wie viele Cafés in Unterbilk wir schon auf der List haben…

Aber zurück zum Bistro dreiRaum: Meistens war es dort voll, das ist ja in der Regel ein gutes Zeichen. Irgendwann war dann unsere Liste der Tipps abgearbeitet und wir sind einfach mal hierhin gefahren, statt immer nur vorbei.

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Der Gastraum ist relativ klein, aber sehr gemütlich, unter anderem durch die gewölbte Decke. Es war muckelig warm, nicht zu unterschätzen wenn man im November dort ist… Wir saßen erst an einem kleinen Tisch in der Mitte, sind dann aber schnell in eine noch schönere Ecke umgezogen, von der aus wir schön Leute gucken konnten, während wir unsere Kaffees genossen haben. Ja, Kaffees, Mehrzahl, wir wollten nicht raus in die Kälte ;-)

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Den Kaffee können wir empfehlen, der Herr des Hauses hatte auch noch Kuchen, ebenfalls lecker.
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[Samstagskaffee: Jeden Samstag versuchen wir, ein neues Café in Düsseldorf und Umgebung auszuprobieren. Wenn wir unterwegs sind, zum Beispiel im Urlaub, gibt es auch mal "Samstagskaffee unterwegs". Wir möchten so neue gemütliche Eckchen, leckere Kaffeespezialitäten und Alternativen zu den großen Kaffeeketten entdecken. Eure Empfehlungen sind immer willkommen - schreibt einfach einen Kommentar! Hier geht's zur Übersicht aller Samstagskaffees]

von Nicola

Exploding Box II – mit Kartenhalter

April 9, 2014 in Basteln, DIY, Geburtstag, Geschenke, Verpackungen von Nicola

Hah – ich sollte mal öfter in meinen Entwurfsordner hier im Blog schauen. Da lagern ja noch ein paar Fotos, die gepostet werden möchten… Hier eine Exploding Box, die ich (wie die Geburtstagskarte mit USA-Thema) als Auftragsarbeit gebastelt habe.Vorgabe: es musste ein Gutschein für ein Hotel in Holland drin untergebracht werden, und die Exploding Box für meinen Vater gefiel C. auch sehr gut. Also standen Form und Farbe quasi direkt fest…

Von außen ist die Box ganz schlicht, im Nachhinein hätte ich vielleicht doch noch irgendwas an den Seiten hinzufügen können: P1180589

Wenn man den Deckel abnimmt (diesmal habe ich gaaaanz ausführliche Instruktionen gegeben, hoffentlich wurden die so weitergereicht an die Empfänger?), kommt dies zum Vorschein:
P1180588

Die M&Ms dienen zum Beschweren der Box, sie wurden vor dem Überreichen in die Box gefüllt (zur Bedienungsanleitung gehörte auch der Hinweis, die Box dann bitte in die MITTE des Tischs zu stellen, damit nicht alles runterfällt). In der Halterung in der Box steckt hier noch ein Platzhalter, da wurde später die echte Gutscheinkarte vom Hotel platziert.

Alle vier Seiten bestehen aus drei Lagen (weiß – rot – blau) und einem aufgeklebten Anhänger – das Geschenk wurde von vier Personen überreicht, so konnte jeder noch einen persönlichen Gruß hinzufügen. Auf den roten Klappen befinden sich Fotos vom Hotel bzw. eine Karte, auf den weißen Klappen dann eine kurze Beschreibung.
Bilder_ExplodingBox

Es ist übrigens immer der gleiche “Auftraggeber”, keine Ahnung, warum.
a) meine anderen Freunde und die Familie basteln immer selbst? Hm… ich weiß nicht…
b) sie trauen sich nicht? völlig unbegründet, ich mache das ja wirklich gerne…
c) sie mögen meine Karten nicht? :-( ((((

von Nicola

Gutschein-Karte

April 7, 2014 in DIY, Geburtstag, Karten basteln von Nicola

Schon vor ein paar Wochen habe ich diese Karte gebastelt… da das Geburtstagskind sich gerade ein neues Aquarium einrichtet, wollten wir einen Gutschein für Fische oder Zubehör schenken. Da kam das Motivpapierset Countryside von Aldi gerade zum richtigen Zeitpunkt – neben Gras, Holz und Kieselsteinen gibt es auch ein paar Blätter “Sandpapier”. Die Farben standen auch schnell fest – und der Rest hat sich dann wie so oft von selbst ergeben… Für ein bisschen 3D sorgt diesmal einen Holzspatel als Wegweiser: Gutschein-Karte (3)

Von innen ist die Karte eher schlicht, mit einer Halterung für den eigentlichen Gutschein:
Gutschein-Karte (4)

Gutschein-Karte (1)

Ist ganz einfach – einfach beim Zuschneiden der Basiskarte ca. 4cm mehr mit einplanen, zwei zusätzliche Knicke und ein kleiner Schnitt mit dem Messer, fertig:
Gutschein-Karte (2)

Diese Kartenform werde ich sicher wieder verwenden, so kann man sowohl selbstgemachte, als auch gekaufte Gutscheine schön überreichen…

von Nicola

Zuckersüßes Häschen

April 4, 2014 in Kuchen & Torten, Ostern von Nicola

Am Samstag habe ich ein neues (naja, bisher nicht ausgelebtes) Hobbie entdeckt – Motivtorten. Zarte Anfänge hat man ja im letzten Sommer gesehen, als ich die Schweinchen-im-Schlammfass-Torte verschenkt habe… aber seitdem habe ich nicht wirklich in dieser Richtung weitergemacht. Im Hinterkopf hatte ich das aber, und als eine Freundin, Ex- und jetzt wieder Kollegin mich zur Cake Cologne eingeladen hat, fiel die Entscheidung leicht.

Gesagt, getan, am Samstag waren wir also in Köln-Worringen und haben erst die grandiosen Wettbewerbstorten bewundert und dann selbst Hand angelegt. Es gab eine Reihe von Tischen mit stündlichen Workshops / Demonstrationen verschiedener Tortendeko-Techniken. Icing (Zuckerguss) zu beeindruckenden Mustern und Blumen spritzen, filigrane Blüten aus Zucker herstellen, irgendwas mit Schokolade war da auch, und dann die beiden Tische, an denen wir uns einen Platz ergattert haben:

Zuerst haben wir Gummihandschuhe angezogen, Fondant eingefärbt und geknetet und dann in Förmchen gedrückt – in unserem Fall Blüten und Blätter, eine Bordüre und diverse Knöpfe. Unsere Tischnachbarinnen haben mit Hilfe einer Silikonform ein Zuckerbaby gezaubert, das wäre jetzt nicht direkt mein Stil, aber immerhin hat sich so für uns das Mysterium geklärt, wie man solche feinen Figuren formen kann. Wir könnten das nämlich nicht :-) Der Plan ist, unsere Kollegen mit den Ergebnissen zu beglücken, am Wochenende backe ich Muffins oder einen kleinen Kuchen, habe ich mir überlegt.

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Ergebnisse sieht man gleich weiter unten nochmal… und auch der mit Stärke gefüllte Strumpf ist uns später wieder begegnet, den braucht man a) um die Formen einzupudern und den Fondant später wieder lösen zu können und b) um die Hände zu ent-kleben. So eine einfache Idee, muss man nur erstmal drauf kommen.

Anschließend sind wir weitergezogen und haben uns zum Ende der Modellier-Demonstration schonmal hinter die dann freiwerdenden Stühle gestellt – zum Glück, denn die waren sofort wieder besetzt. Bei der Auswahl der Figur, die wir kreieren wollten (übrigens ein Wort, das mein Deutschlehrer ständig angestrichen hat, weil er immer “krei-eren” gelesen hat!), haben S. und ich uns durchgesetzt mit unserem Wunsch nach einem Hasen. Ich habe dabei an Ostern gedacht, S. an ihre 10 Kaninchen, die Haus und Garten bevölkern – wer übrigens mal sehr niedliche Kaninchenfotos sehen möchte, hier geht’s zur Facebook-Seite ihres “Worringer Kaninchenstalls“…

Also, nachdem das Ziel geklärt war, ging es los. Unsere Demonstratorin war Valentina (die natürlich auch einen Blog hat – guckst du hier), Schritt für Schritt hat sie mit uns ca. 10 Anfängern zusammen eine Figur aus Modellier-Fondant aufgebaut.

Fondant verteilen – es gab weiße oder braune Hasen. Aus pragmatischen Gründen (weiß wird schneller schmutzig) haben wir beide einen braunen Hasen gemacht.
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Erstmal den Körper formen – ein golfballgroßes Stück Fondant schön glattkneten bzw. mit Druck zwischen den Händen rollen, dann eine Birnenform formen. Die Nudel kommt schonmal rein, die hält später Kopf und Ohren. Fondant_Hase_02

Die weiße Bauchplatte wird mit Zuckerkleber aufgeklebt, der Bauchnabel reingepiekst und dann eine walnussgroße Kugel in zwei Teile geteilt und zu Beinen geformt. Diese werden unter den Körper geschoben und angeklebt. Im Hintergrund übrigens unsere Blüten und Knöpfe und so…
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Weiter geht’s mit den Armen – wieder eine Kugel, teilen (damit die Arme gleich lang sind), zu einer länglichen Karotte formen, die dickeren Enden etwas “abkneifen” und so die Pfoten andeuten. Dann mit einem Zahnstocher die Ellbeuge eindrücken und den Arm leicht anwinkeln. Wieder mit Zuckerkleber anbringen und kurz festhalten.
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Noch ‘ne Kugel, diesmal für den Kopf, und dann mit weißem und rosa Fondant die Bäckchen, die Nase und die Augen ankleben.
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Nun folgt ein etwas brutaler Moment, der Kopf muss auf die Nudel gespießt werden. Fondant_Hase_08

Schließlich noch die Ohren formen. Wenn man weiß, wie’s geht, ist es ganz einfach – ein Stück, Karotte formen, plattdrücken, mit so einem Modellierwerkzeug vorne und hinten einritzen, mit einem anderen Werkzeug die Vertiefung in die Ohren drücken. Wie praktisch, dass mein Patenkind mir eben diese Werkzeuge zu Weihnachten geschenkt hat… als hätte ich’s geahnt…
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So, und hier isser nochmal in ganzer Schönheit und in freier Wildbahn:
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Das war bestimmt nicht mein letztes Fondant-Tier, ich habe schon gleich diverse Ideen und Anlässe. Zum Beispiel hatte der weltbeste Neffe gestern Geburtstag. Er hat zwar schon eine Kuchenbestellung abgegeben (die leider nicht ganz den ästhetischen Vorstellungen der Tante entsprechen, aber er ist ja auch erst drei *g*), aber die werde ich um einen Leo Lausemaus, den Held seiner Lieblingsbuchreihe, ergänzen.

Und im Juli haben S. und ich uns für einen ganztägigen Workshop angemeldet, mal sehen, was dabei herauskommt, wenn man als Erst-Täter in 45min. schon so einen doch ganz ansehnlichen Hasen hinbekommt :-)

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