Bayrischer Oktoberfest-Abend

Nachdem wir letzte Woche nur einen einfachen Nudelauflauf gemacht hatten, war diesmal wieder etwas Aufwändigeres dran. Kulturell interessiert und auch vor dem Weißwurstäquator nicht haltmachend, stand das Motto des Kochabends schon länger fest: OKTOBERFEST!

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Nachdem wir letzte Woche nur einen einfachen Nudelauflauf gemacht hatten, war diesmal wieder etwas Aufwändigeres dran. Kulturell interessiert und auch vor dem Weißwurstäquator nicht haltmachend, stand das Motto des Kochabends schon länger fest: OKTOBERFEST! Für die Planung von Essen und Deko hatte sich M. gemeldet, den Einkauf haben wir allerdings wie meistens gemeinsam im Großmarkt unseres Vertrauens erledigt. Die Rezepte kommen vom Chefkoch, siehe unten…

Ein bisschen Tischdeko konnte ich mir ja dann doch nicht verkneifen, auch wenn ich mich aus der Planung raushalten sollte wollte. Immerhin habe ich keine Lebkuchenherzen gebacken und verziert, sondern nur Papierherzen mit virtueller Zuckerschrift beschriftet. Und ein bisschen Bayrischkaro-Papier produziert und Fähnchen daraus geklebt. Das war’s dann aber auch schon von meiner Seite!

Die weitere Deko bestand aus blauweißer Papiertischdecke, blauen Servietten, blauen und weißen Luftballons und blauen und weißen Kerzen. Ach so, und M. hatte sich zumindest mit kariertem Hemd, F. sogar mit Lederhose, Hemd und Strickstrümpfen selbst dekoriert. Wir anderen Banausen waren „normal“ gekleidet… war halt gerade kein Dirndl zur Hand, sooo schade… oder so…

Der gedeckte Tisch mutete dann auch wirklich sehr bayrisch an, oder was man halt hier oben im Norden darunter versteht. Sogar die musikalische Untermalung war über längere Zeit dem Motto angepasst, via Webradio haben wir uns „Radio Melodie“ und andere Blasmusiklieferanten angetan.

Und was stand auf der Speisekarte? Brathendl, Knödl, Brezn, Weißwurst (mit süßem Senf natürlich), das volle Programm also. Nur den ganzen Ochsen haben wir uns gespart, waren auch so alle ausreichend satt.

Die Brathendl wurden einfach mit Petersilie und Salz gefüllt und mit einer Mischung aus original ungarischem Paprikapulver (danke, C.!) und Öl eingerieben und dann für 75min. in den Ofen geschoben (nach diesem einfachen Rezept vom Chefkoch). Nebenwirkung des Huhns ist leider eine nun notwendige Teilrenovierung der Küche, da M. das Paprikaöl nicht nur auf dem Huhn, sondern auch auf verschiedenen Wänden verteilt hat…

Die Knödl waren spannend – hatten wir alle noch nie gemacht, aber da sind wir ja experimentierfreudig. M. hatte extra ein Rezept ohne Mehl rausgesucht, wäre gar nicht notwendig gewesen, ich habe ja immer glutenfreies Mehl vorrätig… Egal, dieses Rezept kam also erstmal ohne aus – rohe Kartoffeln reiben, gekochte Kartoffeln stampfen, mit gekochter Milch alles vermischen. Soweit, so gut, aber im kochenden Wasser zerlegte sich der Probekloß ganz schnell in seine Einzelteile… also Dr. Oetkers Grundkochbuch wälzen, und schon hatte ich beschlossen, wir werfen da noch eine Handvoll Mehl rein. Hätte das nicht gereicht, wäre auch noch ein Ei gefolgt, aber auch ohne behielten die Klöße zumindest grob ihre Form. Und haben sogar richtig gut geschmeckt! Zitat M.: „Die sind richtig gut, wie die Fertigklöße“… naja… er meinte das aber wirklich positiv.

Und hier ein Eindruck, wie das am Ende (also nicht ganz am Ende, sondern bevor wir drüber hergefallen sind) aussah:

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