Erste Pralinenversuche

Ich habe zwar gesagt, dass gestern der letzte Weihnachtspost erschienen ist, aber natürlich hindert mich das überhaupt nicht daran, etwas über meine Weihnachtsgeschenke zu schreiben. Schließlich muss ich die doch alle ausprobieren :-)

Pralinen_Füllungen

Ich habe zwar gesagt, dass gestern der letzte Weihnachtspost erschienen ist, aber natürlich hindert mich das überhaupt nicht daran, etwas über meine Weihnachtsgeschenke zu schreiben. Schließlich muss ich die doch alle ausprobieren :-)

Heute habe ich daher das erste Mal Pralinen gemacht. Man braucht für die Anfänge nur Schokolade (die hatte ich eh übrig, da ich für die Trinkschokoladenstiele doppelt eingekauft hatte – vergesslich wie ich bin) und ein paar Zutaten als Füllung. Und dann natürlich noch ein Nichts. Ihr wisst schon, dieses Nichts aus „wir schenken uns dieses Jahr nichts zu Weihnachten“. So eins habe ich nämlich bekommen, beziehungsweise gleich zwei davon. Und diese Nichtse habe ich eben heute ausprobiert:

 

Schritt 1:
Für die Füllungen habe ich Mandelblättchen erst trocken in der Pfanne hellbraun angeröstet, dann Puderzucker in die Pfanne gestreut und unter Rühren karamelisieren lassen. Anschließend durften sie auf einem eingeölten Blatt Alufolie abkühlen, bevor sie unters Messer kamen:

Die zweite Füllung bestand nur aus Marzipan-Rohmasse und Puderzucker, sonst war nichts im Haus, was dazu gepasst hätte… fruchtige Füllungen in Pralinen (Orangeat, Zitronat, Cranberries…) mag ich nämlich nicht. Höchstens für Rumrosinen könnte ich mich noch begeistern, aber da mir das a) erst jetzt einfällt und wir b) auch keinen Rum im Haus haben, gibt es eben „nur“ Marzipan und Mandelkrokant.

Schritt 2:
Ich habe 200g AlpenSahneSchokolade kleingehackt und in der Mikrowelle geschmolzen. Dazu kamen ungefähr 15g Palmin. Dann habe ich in jedes Pralinenförmchen ungefähr einen dreiviertel vollen Teelöffel eingefüllt, also bis zur Hälfte der Förmchen.

Schritt 3:
Nun kommt die Füllung ins Spiel. Aus rein pragmatischen Gründen sind die runden Pralinen mit Marzipan gefüllt – hier musste ich nur Kügelchen formen, sie plattdrücken und darauf achten, dass sie etwas kleiner als der Durchmesser der Pralinen waren. Fertig. In die Herzchenformen habe ich jeweils ein bisschen Mandelkrokant gekrümelt:

Schritt 4:
Die Herzchen habe ich mit dem Rest der Alpensahne-Schokolade bis zum Rand gefüllt, die runden Pralinen mit dunkler Schokolade, die ich inzwischen geschmolzen hatte. Danach kamen beide zum Festwerden in den Gefrierschrank, so ungefähr eine halbe Stunde.

Schritt 5:
Pralinen aus den Förmchen drücken und probiiiiiieeeeren! Der Herr des Hauses, Schenker des Nichts, hat natürlich auch eine von jeder Sorte abbekommen… klar!

Optisch finde ich die ersten besser – zwei verschiedene Schokoladenschichten und in der Mitte das Marzipan. Aber die Herzchen finde ich geschmacklich einen Tick leckerer, vor allem wegen der knackigen Konsistenz des Mandelkrokant.

Fast vergessen – da war ja noch ein Rest Schokolade in der Schüssel, und auch ein paar Mandelkrokantkrümel waren noch übrig. Was tun? Kurzer Blick durch die Küche – da steht doch noch die Totenkopf-Eiswürfelform, die wir heute beim Brunch gebraucht haben (also nicht die Form, sondern die Eiswürfel). Ob die wohl auch geht? Ist ebenfalls aus Silikon, also warum nicht? Gesagt, getan, Mandelkrokant-Schokoladenmasse einfüllen und ab zur Kühlung. Tadaaaaa, Totenkopfpralinen. Halloween kann kommen, würde ich sagen:

Das war ja mal ein erfolgreicher Nachmittag. Für den ersten Versuch bin ich sehr zufrieden, und ich habe schon eine Menge Ideen, was man da noch alles mit machen könnte: aromatisiertes Marzipan (Pistazien? Rum? Kaffee?), verschiedene Varianten von Nüssen und Mandeln, Nougat, weiße Schokolade (die war leider heute aus). Kleine Spitztüten falten und damit schokoladige Verzierungen draufspritzen, mit Schokosternchen verzieren… Ob man da auch die Keksstempel reindrücken kann? Pralinen mit Namen drauf, oder zumindest Initialen? Ich sehe schon, das war nicht das letzte Mal…

Habt ihr Ideen für weitere Pralinenkombinationen? Schreibt einen Kommentar – welche Schokolade(n), welche Zutat(en) soll(en) rein? Wenn 10 Vorschläge zusammenkommen, lasse ich euch abstimmen, welche ich umsetzen soll. Der oder diejenige, von der/dem der Vorschlag stammt, bekommt dann ein Tütchen zugeschickt… Also her mit den kreativ-schokoladigen Ideen :-)

24 Gedanken zu „Erste Pralinenversuche“

  1. hihi, ist ja lustig, die totenköpfe in dieser variante wiederzusehen. 😀 sieht echt super aus!

    ich wäre ja zuerst für nougatpralinen, meine heimliche liebe, am besten mit gerösteten haselnussstücken im nougat (wenn man das so einfach verarbeiten kann. außenrum zur hälfte vollmilch und zartbitter, das passt immer gut.

    ansonsten sind ja auch immer pralinen mit ganache-füllung beliebt, ein paar infos dazu gibt’s hier: http://schokolade-wissen.de/schokoladen-zutaten/schokoladen-zutaten-ganache.html
    falls du gerne erdnussbutter magst (persönlich nicht so mein fall), wäre das auch ne gute füllung. und natürlich pistazien, ich erinnere mich da gerne an die delikatessen aus istanbul. :)

    ich bin gespannt, was du als nächstes ausprobierst!

    1. Ja, so kommen die Totenköpfe noch besser raus als mit Eis. Werde das dem edlen Schenker mitteilen (wenn er es nicht eh hier liest ODER demnächst einen Totenkopfnachtisch auf dem Teller hat)… Deine Vorschläge sind super, und den Link schaue ich mir nachher mal in Ruhe an – bevor ich morgen irgendwelche Neujahrsvorsätze fasse 😉

    2. also die sehen richtig toll aus! Nougat, Nougat, Nougat, einfach lecker, so halb und halb (dunkel und hell). Aber auch Zartbitter mit Pistazien oder Mandel. Oder mit Krokant gefüllt wie du es ja schon hattest. Erdnuss mit Karamel und Zartbitter hat auch was. Leider gibt es viel zu viele leckere Dinge auf dieser Welt.

      Jedenfalls sieht das alles wieder total gut aus auf deinen Bildern!

  2. Hm, wie wäre es mal mit Himbeer-Gelee Füllung? Geht ganz leicht :)
    Oder weisse Trüffelpralinen *sabber*

    Die Pralinen sehen übrigends super aus un schmecken bestimmt auch super!

    LG

    1. Himbeer-Gelee? Ich bin zwar nicht so ein „fruchtige-Pralinen“-Typ, aber das klingt so, als könnte ich es mal probieren… wie macht man denn Himbeer-Gelee? Oder einfach aus dem Glas, von Schwartau oder so???

  3. Wow, die sehen klasse aus! Und lecker!

    Jaa, was könnte man da drin noch verstecken?
    Die Runde mit dem Loch erinnern mich ein bisschen an Rolo. Kennst du die? Die sind mit Karamell gefüllt. Das wäre genau das richtige für mich. Yammi! Und vielleicht noch ein bisschen Keks dabei. Dann hat man sowas wie Twix-Pralinen. Hmmm! Ich sehe schon! Das muss ich auch mal ausprobieren.

    Wenn mir noch was einfällt, melde ich mich wieder!

    1. Liebe Silke,
      die SIND lecker, habe gerade einen zum frühen Frühstück probiert. Am nächsten Tag kann man sie also auch noch essen… Auf die Idee mit dem Keks bin ich noch nicht gekommen – gespeichert! Mal überlegen, welche glutenfreien sich da eignen würden, oder selberbacken? Nee, erstmal mit gekauften probieren, denke ich…

  4. Du beeindruckst mich immer wieder mit deiner Kreativität. Die Totenkopfpralinen sind der Hammer… 😉

    Füllungen? Wie wäre es mit Trockenfrüchten – Beeren? Oder Crunchis? Cornflakes, Kokosraspeln, gern auch geröstet. Sehr lecker ist bestimmt auch Schokolade in Schichten – hell, dunkel, dazwischen irgendwas mit Gelee?
    Du meine Güte, gleich sabber ich auf die Tastatur.

    Auf jeden Fall bin ich echt gespannt, was du dir hier noch alles einfallen lässt! Aus „Nichts“…ggg.

    LG AnnaS

    1. Liebe Anna,
      NICHT sabbern, das mögen Tastaturen überhaupt nicht! jaja, diese Nichtse… das Problem wird sein, dass ich jetzt zu begeistert vom Nichts bin, als dass er sich beim nächsten Mal dran halten würde 😉
      Danke für die Vorschläge, ich sammel mal weiter (und natürlich werde ich NUR den Gewinner wirklich testen… oder so… ;-))

    1. Zur Not könnte man vielleicht die Pralinen tiefgekühlt als „Eiswürfel“ für sommerliche Milchgetränke nutzen, dann hätten wir 2in1…

  5. Als „Verursacher“ habe ich natürlich auch ganz uneigennützig einen Vorschlag:
    Cappucinopralinen – unten Cafe/Espresso Schokolade und oben weisse Schokolade

    Und mal ganz ehrlich – seit wann bedeutet „Nichts“ bei Frauen wirklich „Nichts“…ausserdem wurde das Nichts ja auch während des Novembers von der Frau des Hauses auch mehrmals von „Nichts“ in „Nichts bedeutet ja nicht gar Nichts“ über „Kleinigkeit“ wieder in „Nichts“ umdefiniert.

    Das war mir zu gefährlich 😉

    1. War schon klar, dass das ein Geschenk mit Hintergedanken war… dafür durftest du ja auch sofort alles probieren (und weißt, wo das Glas bzw. die Dose mit den fertigen Pralinen jetzt steht)… Super Idee, definitiv!!!

  6. Die Totenköpfe sind ja genial! Ich bin ja großer Fan von joghurtigem und fruchtigem. Vielleicht lässt sich eine Praline mit Amerika-Optik (rot, blau, weiß) kreieren? Erdbeer, Blaubeer und Joghurttüpferchen? :)

    Lieben Gruß
    Sören

    1. ich weiß nicht, ob ich das in einem (also Totenköpfe mit rot-weiß-blau) schaffe und ob ich das überhaupt MÖCHTE… aber die Ideen sind sehr schön, kommen definitiv auf die Liste!

      1. Muss ja nicht „in einem“ sein, also nicht unbedingt ein Totenkopf mit dieser „Geschmacksidee“. Evtl. schaffst du diese Geschmackskombination ja in einer anderen Praline. Was die Totenköpfe angeht: Ich freue mich schon auf die Kaffee-Praline von der oben die Rede war! :-)

  7. Da könnte man dahinschmelzen. Ich finde Schokolade in Verbindung mit Chili lecker. Es muss natürlich Bitterschokolade sein. Als Kontrast dazu könnte ich mir Datteln vorstellen. Als Kekscrunch könnte ich mir vorstellen, dass zu Mandelkrokant Amarettinis passen.

    1. Schoko-Chili ist ja schon ein Klassiker – aber mit Datteln? klingt sehr gut. cremig, scharf, suess, klebrig… ich sehe schon, das wird schwierig! Also es wird schwierig, sich zu entscheiden meine ich… :-)

  8. Klasse wären Tiramisu-Pralinen. Außen eine Mischung aus Vollmichschokolade und weißer Schokolade mit einem Kern aus Tiramisu / Amaretto.

    1. Ich sehe schon, an Ideen wird es mir nicht mangeln in den nächsten…ähm… 3 Wochen oder so. Auch dieser Vorschlag klingt seeeehr lecker…

  9. wow, tolle Pralinen hast Du gemacht – wir haben an Weihnachten auch Pralinen gemacht – bei den Männern kamen am besten Rotweinpflaume in Marzipan an und mein Favorit sind welche, bei denen unten Nougat mit Mandelkrokant und oben eine Mischung aus Sahne und weißer Schokolade mit Gewürzen aromatisiert (Orange, Sternanis, Vanille..) umhüllt von Zartbitterschokolade – übrigens, wenn Du noch nen Pralinenzubehörversender benötigst, da kann ich Dir nen guten nennen

    lg

    Claudia

    1. Ich sehe schon, das war ein Fehler, hier nach Ideen zu fragen… wenn ich die alle umsetzen würde, müsste ich den Blog umtaufen in „lauter-tolle-Pralinen“… auch diese Varianten klingen sehr lecker! Danke!

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