Kürbisalarm

Wir sind in unserer Kochgruppe gerade in einer Motto-Phase (American Burger, Oktoberfest…) und daher gab es gestern ein Kürbismenü. Da muss nicht mal die Dekoration im Esszimmer geändert werden, denn Kürbisse liegen da schon zuhauf herum…

banner_kürbisalarm

Wir sind in unserer Kochgruppe gerade in einer Motto-Phase (American Burger, Oktoberfest…) und daher gab es gestern ein Kürbismenü. Da muss nicht mal die Dekoration im Esszimmer geändert werden, denn Kürbisse liegen da schon zuhauf herum.

Vorspeise: Kürbissuppe mit Kokosmilch
Hauptgericht: Kürbislasagne (Empfehlung von C.)
Dessert: American Pumpkin Pie (wollte ich  immer schon mal probieren)

Also ran an Chefkoch.de und Google, um das beste aller PumpkinPieRezepte zu finden. Bin schnell drauf gekommen, dass es vermutlich authentischer ist, wenn ich gleich auf amerikanischen Seiten gucke – also ist Chefkoch diesmal raus. Ich habe zunächst ganz viele Rezepte gefunden, die mit „man nehme einen fertigen Pie-Boden aus dem Supermarkt“ beginnen, gefolgt von „Kürbispüree aus der Dose“. So hatte ich mir das ja nicht vorgestellt – backen heißt für mich ja schon in der Regel selbermachen. Also weitersuchen… Dieses Rezept hier sollte es dann schließlich werden. Ich habe es ein bisschen abgewandelt und natürlich in unsere Maßeinheiten „übersetzt“ (dabei hilft mir immer DIESE Website), und aufgrund der längeren Vorbereitungszeit habe ich das schon am Montag erledigt. Sieht aus wie auf den Fotos, also scheint er „richtig“ geworden zu sein:

 

Gestern haben wir dann zusammen die beiden anderen Gänge gekocht. Inzwischen sind wir ja schon ziemlich eingespielt, jeder weiß, wo (fast) alles ist, Rezepte lesen können wir auch alle. Und komische Phobien hat auch niemand, daher klappt das reibungslos.

Die Suppe haben wir grob nach diesem Rezept gekocht, aber in Ermangelung verschiedener Zutaten (so genau hatten wir das mal ausnahmsweise nicht geplant) war sie etwas anders, sprich weniger:

800g Kürbis (Butternut und Hokkaido)
600g Möhren (die letzten aus dem Garten, ganz frisch geerntet)
1 Zwiebel
2 EL Butter
1l Brühe
1 Dose Kokosmilch
Salz, Pfeffer, Sojasoße
Kürbiskernöl
Kürbiskerne

Gemüse in Würfel schneiden, in Butter andünsten, dann mit der Brühe auffüllen und 20min. weichkochen lassen. Pürieren und Kokosmilch und Gewürze dazugeben. Mit Kürbiskernöl und Kürbiskernen garnieren. Mmmmmmmmmmmmmhhhhhhhhhhhh!

Gleichzeitig haben wir die Kürbislasagne vorbereitet, für den Ablauf sehr praktisch: Während man die Suppe isst, backt die Lasagne im Ofen und ist dann pünktlich fertig. Auch dieses Rezept kommt von Chefkoch, vor Jahren mal erprobt durch C’s Vater, wir haben nur Kleinigkeiten geändert.

Für 8 Portionen (die wir mit 6 Personen aber auch ganz gut geschafft haben, trotz Suppe vorher):
1kg Kürbis (Butternut)
12 Salbeiblätter
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
2 EL Olivenöl
1 Tasse Brühe
100g Butter
100g Mehl (bei uns glutenfreies)
1l Milch
200g Parmesan
18 Lasagneblätter

Kürbis in kleine Würfel schneiden, in Olivenöl andünsten. Salbeiblätter fein hacken und dazugeben. Mit Brühe ablöschen und ca. 20min. weich dünsten. Anschließend würzen und zerdrücken, aber nicht zu fein, es sollen noch kleinere Stücke übrigbleiben.

Während der Kürbis vor sich hin köchelt, die Butter schmelzen und mit dem Mehl vermischen. Nach und nach und unter kräftigem Rühren die Milch hinzugeben und Klümpchenbildung vermeiden.

Die Lasagneform einölen und in folgender Reihenfolge schichten: Kürbissoße – Parmesan – Bechamelsoße – Lasagneblätter… 3 Schichten, mit Soße abschließend. Bei 200 Grad ungefähr 30 Minuten (oder laut Angabe auf der Nudelpackung) backen.

Die Lasagne schmeckte etwas anders, als man es erwarten würde, aber lecker. Vielleicht könnten wir beim nächsten Mal noch etwas mehr würzen, um die Kürbissüße etwas auszugleichen…

Der Pumpkin Pie war dann – hm, kann man das diplomatisch sagen? – nicht so doll. Also eigentlich mochte ihn keiner. Ich hatte ja vorher schon die Füllung „roh“ probiert und sicherheitshalber alle informiert, dass ich nicht beleidigt bin, wenn es jemandem nicht schmeckt. Ich hatte selbst Zweifel, ob das so ganz mein Fall würde… Und richtig: viel zu kürbissig, komische Konsistenz, viel zu viel Füllung und viel zu wenig Teig. Wir haben noch festgestellt, dass es mit einer guten Portion Sahne besser geht, aber von gut war der Kuchen leider immer noch weit entfernt. Der Rest wird dann wohl heute Abend in die Tonne wandern – schade, aber es war einen Versuch wert. Man muss ja nicht alles mögen, was die Amis mögen, Sprühkäse finden wir ja schließlich auch nicht so toll :-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *