Magische Orte am Sonntag

Schon seit Monaten wollte ich in die Ausstellung „Magische Orte“ im Gasometer Oberhausen. Immer, wenn wir an dem Ding vorbeifahren (und man KANN es auf dem Weg z.B. nach Hamburg gar nicht übersehen!) habe ich das riesige Plakat gesehen und gedacht „ach ja, stimmt…“ – und es dann vergessen…

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Schon seit Monaten wollte ich in die Ausstellung „Magische Orte“ im Gasometer Oberhausen. Immer, wenn wir an dem Ding vorbeifahren (und man KANN es auf dem Weg z.B. nach Hamburg gar nicht übersehen!) habe ich das riesige Plakat gesehen und gedacht „ach ja, stimmt…“ – und es dann vergessen.

Am Samstag kamen wir nun zufällig beim Kaffeetrinken mit einem Freund auf das Thema, und zum Glück habe ich gleich mal gegoogelt, wie lange die Ausstellung noch geht. Bis zum 21. Oktober – waaaaah! Das ist jetzt nicht mehr sooo lange hin. Noch diese Woche. Noch zwei Wochenenden. Spontan wie wir sind, haben wir kurzerhand das Sonntagsprogramm erweitert und sind vor dem Besuch in Dortmund nach Oberhausen gefahren. Außer uns sind noch ein paar andere Leute auf die Idee gekommen, dass man die Ausstellung kurz vor Schluss noch besuchen könnte, aber in dem riesigen Gasometer verläuft sich das ja dann ganz gut.

 

Die Ausstellung zeigt Bilder von beeindruckenden Natur- und Kulturmonumenten, ich zitiere mal den Flyer: „…zeigt zum ersten Mal in einer Ausstellung die Wunder der Natur und der Kultur miteinander als gleichermaßen bedeutende Schöpfungen unseres Planeten“.

Im Erdgeschoss geht es los mit den Natur-Bildern, locker thematisch geordnet (Dynamik der Erde, Kreislauf des Gesteins, Wasser des Lebens, Farben/Klimazonen, Baumriesen der Regenwälder, Aufbruch des Menschen). Ein bisschen schade war, dass die Schilder mit den Erläuterungen sehr ungünstig angebracht und noch dazu sehr klein beschriftet waren. So war es sehr anstrengend, im Halbdunkel herauszufinden, was man jeweils sieht. Und man hat jeweils für alle anderen den Blick auf das Schild und/oder Bild blockiert, weil man so nah davorstehen musste.

Egal, die Bilder sind jedenfalls toll. Viele Motive kennt man, andere dagegen (oder die Hintergründe) überhaupt nicht. Überraschung für uns: den Fotografen einiger USA-Motive „kennen“ wir, weil wir das nach ihm benannte „Edmaier’s Secret“ schon ge- und besucht haben. Die Welt ist klein…

Bei den Naturbildern haben mich am meisten die Tieraufnahmen beeindruckt, zum Beispiel diese hier (sorry für die schlechte Qualität, aber bei der Beleuchtung, mit Handy und ohne Blitz ist das halt schwierig). Immerhin durfte man fotografieren, das hätte ich gar nicht erwartet, daher hatte ich keine Kamera mit:

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Eine Etage höher gab’s dann Kulturmonumente, von Pyramiden über Freiheitsstatue zu chinesischen Klöstern. Thematisch waren die Bilder entlang der 7 antiken Weltwunder gruppiert, z.B. „Tempel der Artemis“ = Tempel/Kirchen aus allen möglichen Religionen, „Koloss von Rhodos“ = Selbstverherrlichung des Menschen… und mein Lieblingsweltwunder aus dem alten Was-ist-was-Buch, „Die hängenden Gärten von Babylon“.

Die Bilder sind ebenfalls großartig, aber trotzdem haben mir die Naturbilder noch ein kleines bisschen besser gefallen. Warum? Keine Ahnung, vielleicht weil hier weniger überraschende Hintergrundgeschichten vorkamen? Oder weil man irgendwann schon ein bisschen „gesättigt“ ist?

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Zum Abschluss ging’s dann hoch hinaus, mit dem Fahrstuhl aufs Dach. Nun ist Höhe ja nicht so meins, jedenfalls wenn man beim Rauflaufen/-fahren runtergucken kann. Was bei einem Glasfahrstuhl nunmal unvermeidbar ist – aber ich dachte, da es im Gasometer ja dunkel ist, ist das nicht soooo auffällig. Tja, das Gucken war diesmal auch weniger das Problem, eher das Nicht-lesen-Können mancher Fahrstuhlgäste. Oder ist „maximal 15 Personen“ neuerdings relativ zu sehen? Es waren jedenfalls relativ zu viele Leute in der Kabine, und darum kam der Fahrstuhl nicht bis ganz oben. Kein Witz, er ist fast bis zur „10“ gefahren, dann gaaaaaanz langsam ein Stück runter bis zu „9“. Nochmal hoch – wieder nix. Und noch ’ne Runde – immer noch nichts. Das ganze in 100m Höhe in einem dunklen Gasometer, irgendwo ganz unten sieht man die Ausstellung, hört dazu Kommentare wie „och, guck mal, der Baum da unten ist aber ganz schön klein“ (das Ding ist übrigens 43m hoch). Da muss man gar nicht mehr rausschauen, um sich ein bisschen unwohl zu fühlen.

Irgendwann haben wir’s dann doch geschafft und konnten aussteigen – nachdem ich den zweiten Fahrstuhl für die restlichen 2 Etagen entdeckt und NICHT die offenen Treppen hochgelaufen bin, gab es Rundumblick auf’s Ruhrgebiet, mit CentrO und Tetraeder und Fördertürmen und so weiter, das finde ich dann ja wieder schön. Solange der Boden unter meinen Füßen undurchsichtig ist und es ein Geländer gibt, ist alles gut.

Und runter habe ich es dann schließlich auch geschafft, obwohl wir auf einer grenzwertig schwankenden Plattform im Stockdunkeln auf den Fahrstuhl warten mussten. Brrrrr… schnell nochmal drei Bilder anschauen, um einen schönen Abschluss einer tollen Ausstellung in Erinnerung zu behalten :-)

 

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