Plan A, Plan B und Plan C (Geburtstag)

Der Herr des Hauses hat heute Geburtstag, und obwohl wir uns nichts schenken (stattdessen gibt’s im Urlaub ein „Extra“ mehr, Jetski fahren oder so), habe ich natürlich ein bisschen was vorbereitet. Also ich hatte was geplant, sagen wir es mal so…

geburtstag

Der Herr des Hauses hat heute Geburtstag, und obwohl wir uns nichts schenken (stattdessen gibt’s im Urlaub ein „Extra“ mehr, Jetski fahren oder so), habe ich natürlich ein bisschen was vorbereitet. Also ich hatte was geplant, sagen wir es mal so. Da ich gestern Abend länger außer Haus war, hatte ich keine Zeit, was zu backen. Außerdem finde ich es immer doof, wenn das Geburtstagskind quasi daneben sitzt oder zumindest riechen kann, was da ungefähr im Backofen vor sich hin backt.

Plan A war daher: Schokomuffin kaufen, Deckel abschneiden, Bananenstückchen draufdrapieren, Sahne mit Schokostreuseln mischen und rauf damit, Muffindeckel zerkrümeln und als Maulwurfserde auf die Sahne. Frei nach Dr.Ö also.

Im ersten Supermarkt mit großer Backtheke gab es keine Muffins. Kein Problem, zumindest alle übrigen Zutaten habe ich schonmal. Sicherheitshalber (hier kommt Plan B ins Spiel) habe ich mal einen fertigen Schokokuchen gekauft, aus dem man zur Not einen runden „Kuchen“ ausstechen könnte. Ach ja, Mini-Mini-Muffins hätte es noch gegeben, ungefähr walnussgroß, aber das wären dann ja nur Maulwürfchenkuchen geworden, die Fummelei wollte ich mir nicht antun.

Beim ersten, zweiten und dritten Bäcker – auch keine Muffins. Was ist los mit den Bäckern? Sollten solche Basics nicht immer und überall vorhanden sein? Ich finde schon… Zeit für weitere Bäckersuche hatte ich nicht, war ja schließlich verabredet. Also habe ich mich innerlich auf Plan B eingestellt, wenn das auch meiner Freizeitbäckerinnenehre noch mehr widerspricht als ein gekaufter Muffin das ohnehin schon getan hätte…

Tja, und nun kommt Plan C: Der Hausherr himself hatte eigentlich vor, für seine Kollegen Brownies nach diesem Rezept zu backen, nur mit normalem (sprich glutenhaltigem) Mehl. Ich weiß nicht, was er anders gemacht hat, aber irgendwie waren sie hinterher ein bisschen knusprig. OK, ich hätte da so eine Vermutung, woran das liegen könnte, aber natürlich ist das Rezept schuld. Klar. Jedenfalls, der mittlere Teil des Backblechs geht wohl einigermaßen, der Rand eher nicht.

Also habe ich heute morgen spontan noch Muffins gebacken, damit der Arme nicht ohne Selbstgebackenes ins Büro muss. Ohne Planung musste ich da etwas improvisieren, aber das ist ja das Schöne an Muffins – man kann alles und jedes austauschen und variieren.

Keine Buttermilch im Haus? Sahne plus Milch tun’s auch.
Keine Walnüsse mehr, weil die in den Brownies stecken? Mandelblättchen anrösten und rein damit.
Äpfel? Wie gut, dass die herbstliche Wohnzimmerdeko unter anderem aus Äpfeln besteht bestand

260g Mehl
2 TL Backpulver
1 Vanillezucker
1 Messerspitze Muskat
1 TL Zimt
80g geröstete Mandelblättchen
2 Äpfel, in Stückchen geschnitten
==> vermischen

1 Ei
150g brauner Zucker
300ml Sahne-Milch
==> in einer anderen großen Schüssel vermischen

Mehlmischung dazugeben und kurz vorsichtig unterrühren. Sofort in Muffinformen geben (bei mir kommen bei Rezepten für 12 Stück immer 15 raus?) und bei 160 Grad Umluft ca. 20-25 Minuten backen. Voilà, Apfel-Zimt-Muffins fertig.

Nun noch schnell während der Backzeit einen Muffin-Topper gebastelt, denn der eigentlich geplante für den Maulwurfskuchen passte jetzt farblich nicht mehr (braun-gelb). Kerze an, Kaffee zubereiten, Muffins und ein bisschen Deko auf dem Tablett arrangieren, mein Lieblings-Youtube-Geburtstagslied starten und Geburtstagskind wecken.

Manchmal ist im Leben halt auch Plan C der beste, denn schließlich gab es jetzt doch noch was Selbstgebackenes. Und die niedlichen Muffin-Topper mit dem Maulwurf aus der Sendung mit der Maus zeige ich euch dann beim nächsten Mal. Der nächste Geburtstag kommt bestimmt, ich vermute stark: in 365 Tagen :-)

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