Amerikanisches Menü kochen und USA-Deko basteln

Das ist doch mal ein ausgefallener Wunsch: „Ich wünsche mich zum Geburtstag, dass du zusammen mit meiner Frau ein Viergängemenü kochst. Motto: amerikanisch“. Jahaaaa… das ist ein GUTER ausgefallener Wunsch. Er weiß ja, dass ich genau wie seine Frau gerne koche…

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usa-dinner8Das ist doch mal ein ausgefallener Wunsch: „Ich wünsche mich zum Geburtstag, dass du zusammen mit meiner Frau ein Viergängemenü kochst. Motto: amerikanisch“. Jahaaaa… das ist ein GUTER ausgefallener Wunsch. Er weiß ja, dass ich genau wie seine Frau gerne koche und wir eh geplant hatten, das mal zusammen zu praktizieren. Ansonsten wäre das vielleicht was anderes… 😉

Also, amerikanisch. Die Frau des Geburtstagskindes (nennen wir sie mal A.) hat also den Jamie unseres Vertrauens konsultiert – wie gut, dass es von dem auch ein amerikanisches Kochbuch gibt… Die ausgewählten Gerichte haben wir dann unter uns aufgeteilt – denn „wir kochen beide alles zusammen“ hätte bestimmt eher nicht geklappt. Zu viele Köchinnen sind nämlich auch nicht soooo förderlich für’s Ergebnis. Wenn man aber nett nebeneinander kocht, plaudert, sich mal gegenseitig eine Hand leiht, wird es ein toller Nachmittag. Die Herren, sprich das Geburtstagskind und mein Herr des Hauses, sind währenddessen ins Kino gegangen, in einen Film, den wir eh nicht hätten sehen wollen. So mit Blut und ab 18 oder so… war das also auch erledigt.

Zurück zum Kochen: Als Vorspeise gab es eine „Red Pepper Summer Soup“, ursprünglich gedacht als erfrischend-kalte Vorspeise, in Anbetracht der Jahreszeit und des Wetters haben wir uns dafür entschieden, sie einfach mal warm zu probieren (musste ja eh gekocht werden). Und da das lecker war, konnten wir sie guten Gewissens auch heiß servieren. Immerhin waren die Gurken- und Sellerie-Stückchen kalt und roh, das haben wir beibehalten.

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Nächster Gang: Waldorf-Salat „My style“, also Jamies Style, nicht unserer. Ich hatte jetzt nicht so genau im Kopf, wie „echter“ Waldorf-Salat geht. Wikipedia sagt: „Waldorfsalat ist ein Salat aus säuerlichen Äpfeln und rohem Knollensellerie, die in feine Streifen (Julienne) geschnitten, mit gehackten Walnusskernen vermengt und mit einer leichten Mayonnaise angemacht werden. Er kann mit etwas Zitronensaft und/oder Cayennepfeffer abgeschmeckt werden.“

Unserer bestand aus verschiedenen Blattsalaten, Apfel, Staudensellerie (schon zum zweiten Mal heute – und das, wo ich doch eigentlich gar nicht so gerne Staudensellerie mag, aber hier war’s lecker!), Walnüssen, Trauben, Gorgonzola (der fehlt noch auf dem Bild). Das Dressing bestand aus Joghurt, Dijon-Senf, Weißweinessig, Zitronensaft, Salz und Pfeffer…

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Zu Suppe und Salat hatten wir noch ein Chilli Cheese Corn Bread, also Maisbrot mit Chili und Käse (Cheddar, um genau zu sein). Da waren wir besonders gespannt drauf, weil wir keine Ahnung hatten, wie das schmeckt oder wie überhaupt die Konsistenz sein würde. Schmeckt lecker, bisschen mehr Käse könnte es eventuell noch vertragen, und die Konsistenz ist ein bisschen krümelig, aber gut.

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Als das Geburtstagskind gefragt wurde, was denn für ihn „typisch amerikanisch“ sei, fiel ihm erstmal nur Steak ein. Also war klar, das muss es als Hauptgang geben. Et voilà, hier ist es: Steak mit Kartoffelspalten, selbstgemachtem Cole Slaw (Krautsalat also – ich hatte ja keine Ahnung, dass das so einfach ist! Muss ich noch ein bisschen dran rumprobieren, für den ganz richtigen amerikanischen Geschmack fehlte noch irgendwas, aber es war schon nah dran). Dieses Rezept war übrigens vom Chefkoch, nicht von Jamie… also nicht aus dem Buch, denn auch da stand „à la Jamie Oliver“ drüber…

Zum Fleisch gab es noch zwei Soßen: eine grüne Salsa, unten rechts im Bild, sehr frisch mit Gurke, Tomate, Chili, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Zitrone. Und dann eine Erdnuss-Soße, linke untere Ecke unter dem Fleisch, mit viel Sesam. Den hat man allerdings deutlich stärker rausgeschmeckt als die Erdnüsse. Beim nächsten Mal würde ich daher mal das Mengenverhältnis etwas variiieren, um zu testen, ob es dann noch besser wird. Also NOCH besser…

Amerikanisches Menü
Amerikanisches Menü auf dem Teller

 

Beim Nachtisch gab es eigentlich nur zwei Optionen: Brownies mit Vanilleeis oder New York Cheesecake. Wir haben uns für die Brownies entschieden, ich habe mein Rezept von hier (*klick*) wieder ausgegraben, und sie waren soooo gut, dass ich das Fotografieren fast vergessen habe. Sorry, der Teller sieht schon sehr angegessen aus (und das ist NACH der Behandlung in der Bildbearbeitung)… war aber sehr lecker:

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Ich durfte mich an der Tischdeko austoben, natürlich mussten daher die rot-weiße Decke und das Sternchen-Geschirrtuch mitreisen. Und weiße Vasen und rote Tulpen. Die Wanddeko im Hintergrund ist übrigens permanent, die habe ich nicht extra aufgeklebt. Die Anhänger an den Vasen sind übrigens vom letzten Brownie-Backen, in liebevoller Kleinarbeit ausgeschnitten.

USA-Deko für das amerikanische Menü
USA-Deko für das amerikanische Menü

 

Als Platzsets habe ich USA-Karten ausgedruckt und ausgeschnitten. Die Menükarten hat A. gedruckt und laminiert – auf der Rückseite waren 6 verschiedene Fotos von tollen Naturmonumenten. Diese waren zusätzlich auf der USA-Karte eingetragen. Jeder Gast hat an der Tür dann eine Menükarte gezogen und musste sich den dazu passenden Platz suchen. In blauer Schrift habe ich dann noch verzeichnet, wo die einzelnen Gerichte herkommen. Nur die Brownies wollten irgendwie in dieses Schema nicht reinpassen :-)

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Amerikanisches Menü: die Tafel
Amerikanisches Menü: Es kann losgehen

 

Und, wann habt ihr so Geburtstag? Mal vorausgesetzt ich bin eingeladen und bräuchte ein Geschenk, euch fällt aber nichts ein (oder ihr möchtet wirklich unbedingt mal die rot-weiße Tischdecke auf eurem Tisch sehen), dann könnt ihr euch gern auch sowas wünschen. Oder auch Kuchen. Oder Cupcakes. Oder Cakepops. Ihr wisst schon – so Küchenkram eben. Inspiration gibt’s hier ja genug :-)

5 Gedanken zu „Amerikanisches Menü kochen und USA-Deko basteln“

  1. Und das bekochte Geburstagskind sagt nochmals Danke an beide Köchinnen. Hat super geschmeckt. Mal schauen, was mir nächstes Jahr so „ausgefallenes“ einfällt.

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