Cakepops – Variationen von Köpfen

Lang, lang ist’s her… im Sommer habe ich das erste (und bisher einzige) Mal versucht, Cakepops zu machen (*klick*). Für die, die keine Backblogs lesen: Das sind kleine Kuchenkugeln am Stiel, die man dann mit allerhand Schnickschnack verziert…

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Lang, lang ist’s her… im Sommer habe ich das erste (und bisher einzige) Mal versucht, Cakepops zu machen (*klick*). Für die, die keine Backblogs lesen: Das sind kleine Kuchenkugeln am Stiel, die man dann mit allerhand Schnickschnack verziert. Wenn man danach bei Google sucht, wird man von Ideen und tollen Bildern erschlagen – wollt ihr mal? Dann los: *klick* und dann oben links auf „Bilder“.

So, wie auch immer, nachdem eine Kollegin letzte Woche Cakepops zum Geburtstag mitgebracht hat UND ich ja immer noch meine Lebensmittelfarben und Zuckeraugen aus dem Urlaub hier rumliegen habe, wollte ich auch mal wieder. Das Schwierigste ist dabei, dass man ja nicht alle auf einmal machen kann. Und ich bin doch so entscheidungsfreudig… *seufz*… Ich habe mir also erstmal 6 verschiedene Varianten ausgedruckt, sicher ist sicher. Gestern ging’s dann mit Kuchenbacken los.

Schritt 1: Der Kuchen
Ich habe ein Rezept für Cakepops aus dem Buch „Die wunderbare Welt von Fräulein Klein“ (ein tolles Geschenk, danke B. & D.) genutzt und das auf glutenfrei umgeschrieben. Leckerer Rührteig mit Vanillegeschmack. Allerdings hatte jemand aus unseren Haushalt eins der zwei letzten Eier verwendet, das fehlte mir – aber ich wollte ja immer schonmal versuchen, ob man auch mit weniger Eiern backen kann. Joghurt hatten wir noch, also ungefähr die gleiche Menge wie ein Ei rein in den Teig. Heraus kam ein sehr kompakter, aber leckerer Kuchen. Vor allem nicht trocken-krümelig, wie sonst bei gf oft der Fall.

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Und hier fängt jetzt der eigentliche Cakepop-Teil an, nämlich
Schritt 2: Die Krümel
Der Kuchen wird in möglichst kleine, gleichmäßige Krümel zerrieben, geht ganz gut zwischen den Händen. Bei mir ist das alles nicht so puderfein, aber erstens merkt man das später nicht, und selbst wenn, ein Cakepop darf ja ruhig auch noch ein bisschen Struktur haben. Innere Werte sozusagen, sonst zählt hier ja meist das Äußere.

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Schritt 3: Das Frosting
Nun müssen noch ein paar weitere Kalorien rein, in Form von Frischkäse-Butter-Puderzuckercreme. Die wird einfach zusammengerührt und dann mit den Kuchenkrümeln vermischt, bis eine homogene, nicht zu feste und nicht zu weiche Masse entsteht. Da man das ja nicht so genau abschätzen kann und sich die Krümel immer mal anders verhalten, behalte ich immer eine Portion Krümel und eine Portion Creme zurück – dann kann ich nachträglich noch etwas feinjustieren. Und natürlich Fotos für euch machen, klar.

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Schritt 4: Die Kugeln
Aus der Masse werden nun die Cakepops geformt. Ich habe sie extra mal für euch gewogen (ok, ich habe sie ALLE gewogen, damit sie gleich groß werden, ich geb’s zu) – die Kugeln wiegen 16-18g, die Eier 25-27g. Dann rund oder eierig formen und auf einem Teller mit Frischhaltefolie abgedeckt für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

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Schritt 5: Die Glasur
Nun kommen wir zur Verschönerung des Äußeren. Man kann Schokolade nehmen, Kuchenglasur oder Candy Melts, das sind im Prinzip gefärbte Kuchenglasur-Drops, die man schön portionieren kann (siehe unten). Ich habe mich diesmal für einen Grundüberzug aus weißer Kuchenglasur entschieden, die gab es vor Weihnachten bei Aldi und ich habe mich eingedeckt… Nach Anleitung schmelzen (heißt für mich: ab in die Mikrowelle) und in die praktischen kleinen Teelichtgläschen von Ikea füllen. Die stelle ich noch zusätzlich in ein Schälchen mit heißem Wasser, damit die Glasur beim Tauchen nicht gleich wieder fest wird.

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Und dann geht’s los: Holzstiel in die flüssige Glasur tauchen und vorsichtig in eine Kugel oder ein Ei stecken. Ich mache immer ein paar auf einmal, damit der Stiel gut „anhärten“ kann… Anschließend die Kugel vorsichtig in die Glasur tauchen und abtropfen lassen. Schön drehen und vorsichtig mit der anderen Hand auf’s Handgelenk klopfen, das ist sanfter. Wenn man zu fest schüttelt, schüttelt’s den Cakepop in die Glasur und das wollen wir ja nicht (ist mir diesmal auch zum Glück nur einmal passiert). Davon habe ich aber leider kein Foto, ich hatte nämlich klebrige Finger und das verträgt sich mit Kamera ja nicht so gut… Wenn der Cakepop gleichmäßig überzogen ist und die Glasur abgetropft, dann kommt der Cakepop mit dem Stiel voran in eine Tasse mit Zucker (oder ein Stück Styropor, aber da müsste man erst Löcher reinbohren und außerdem ist das so ein Gefuddel, die Stiele da reinzubekommen, ohne mit der Hand die frische, glatte Glasur gleich wieder anzudötschen).

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Schritt 6: Die Deko
Auf dem Bild noch mein ursprünglicher Plan – einige Cakepops mit Schokoladenmütze, andere mit roten Candy-Melt-Mützen. Am Ende kam es dann doch anders, die Candy Melts werde ich nächste Woche oder so mal testen müssen. Aber vom Arbeitsschritt her wäre es ähnlich: Schokolade kleinhacken, in der Mikrowelle schmelzen. Dann die Cakepops ganz oder teilweise eintauchen und mit Zuckerzeug verzieren. Falls man nur mit einer Glasur (hier also z.B. die weiße) arbeiten möchte, dann muss natürlich die Deko schon im vorherigen Schritt angeklebt werden, solange der Guss noch flüssig ist. Diese Kuchenglasur trocknet ziemlich schnell, kann ich euch sagen!

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Und nun meine Ergebnisse – ich habe bewusst mal ein paar verschiedene Dinge ausprobiert, um zu sehen, ob und wie das klappt. Die ersten sind meine Lieblinge – kleine niedliche sesamstraßenähnliche Monster (KEINE Taubenköpfe!). Die mache ich nächstes Mal, wenn ich zu einem Neffen- oder Nichten- oder sonstigen Kindergeburtstag eingeladen bin, dann aber in noch mehr verschiedenen Farben. Die Kuchenglasur kann man nämlich prima färben:

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Dann haben wir hier die Schokoladenfraktion – der zweite von links ist rücklings aus der Tasse gefallen und hat dabei mit Zucker um sich geworfen, ich nehme an, dass er daher seine etwas gesprenkelte Oberfläche hat. Der kleine in der Mitte sollte eigentlich ein Pinguin werden, aber ich nenne ihn jetzt eher „von Ingo Appelt inspiriert“…

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Die nächsten sind einfach mit Schokolade bemalt und haben eine rote Zuckernase – die sollte man übrigens besser mit der Glasur ankleben, mit Schokolade dauert es ewig, bis sie festsitzt. Wir haben da mehrere Verluste erlitten, die Cakepops und ich… So ähnliche habe ich als Halloween-Gespenster gesehen, und orange eingefärbt machen die sich bestimmt auch gut?

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Und hier noch eine Sammlung verschiedener Mützenträger – mit Zuckeraugen, mit Perlenaugen, mit gemalten Augen, mit verschiedenen Nasen… der zweite von rechts gefällt mir am besten, der zweite von links erinnert mich irgendwie an einen Vampir – beim nächsten Mal bekommt er zwei Eckzähne statt einer Zunge!

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Hier nochmal die ganze Familie auf einen Blick – inzwischen ist sie ein bisschen geschrumpft, wir hatten Frühstücksbesuch und die Cakepops standen mit auf dem Tisch…

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Es ist viel Arbeit, ich habe mit Unterbrechungen von 18-21h daran gesessen. Ich betrachte das ja eher als entspannendes Hobby und nicht als „ich muss noch backen“ – für solche Fälle gibt es andere (schnellere) Rezepte. Aber sie sind eben so niiiiiieeeeeeedlich… auf dem Buffet, zum Verschenken, zum mal eben zwischendurch Naschen.

Und, welche gefallen euch am besten?

13 Gedanken zu „Cakepops – Variationen von Köpfen“

    1. ich würde sagen: ja!
      Aber dann nur eine Sorte, das versuche ich beim nächsten Mal auch… nicht immer wieder was neues schmelzen, überlegen, welches Näschen dieser Cakepop denn nun bekommen soll – sondern ein klitzekleines bisschen mehr Fließband.

  1. Oh, die sehen toll aus. Ich glaub, da muss ich auch mal ran. Wie bekommst du denn die Glasur gefärbt? Ich wollte Weihnachten meine Lebkuchenglasur (Puderzucker, Zitronensaft bzw. Wasser) bunt färben und hab es mit so nem natürlichen Färbepulver versucht. So richtig toll sah das nicht aus und teilweise hat es die Farbe auch gar nicht angenommen.

    1. Hallo Andrea, ich habe mir aus dem letzten Urlaub Farbpasten (Wilton) aus Florida mitgebracht… die färben super, übrigens nicht nur Lebensmittel, auch Hände und Zungen… Ich versuche beim nächsten Mal „leuchtendere“ Farben, das Grau war ja relativ einfach. Bin gespannt, ob das auch so gut klappt…

  2. Die Sesamstrassenähnlichen Monster finde ich am Besten und ich durfte sogar einen probieren!!!! Er zergeht auf der Zunge, total lecker! Ich gebe zu, ich musste vorher doch die Augen entfernen, bevor ich ihn essen konnte. Die Nase hatte er ja schon vorher verloren. Einfach genial das Kuchenrezept.

    1. Ich habe gerade den letzten verschenkt, ich bin nur nicht sicher, ob sie ihn essen kann – sie hat ihm einen NAMEN gegeben! Ich geb’s zu, der war aber auch ungeheuer niedlich… Das wird schwierig :-)

  3. Mir gefallen die Halloween-Gespenster sehr gut! Grundsätzlich finde ich toll, dass du auch mal von der typischen Kugelform abgewichen bist und kleine Coneheads geformt hast!
    Toll!

    1. Danke! Ich will beim nächsten Mal noch weiter experimentieren – „richtige“ Gespenster werden sicherlich eher pyramidenförmig, Ostereier-Cakepops sind ja von Natur aus nicht rund… und Würfel würden mich noch reizen, mal sehen, ob ich das hinbekommen. Vielleicht mit Hilfe einer Eiswürfelform??? ach menno, schon wieder drei neue Ideen – das wird irgendwie nicht weniger *seufz*

  4. Die Idee mit der Eiswürfelform gefällt mir. Wo du die Pyramiden erwähnst…Das wäre doch auch mal eine Herausforderung. Schön mit Glitzerstaub einhauchen, dass ein sandiger Look entsteht. So wie bei den echten Pyramiden. Was denkst du?

    1. klingt gut – ich schreib’s auf die immer länger werdende Liste. Mal überlegen, ob das zu irgendeinem Thema/Anlass/Geburtstag passt. Habe leider kein Archäologen in der Verwandtschaft 😉

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