Huhn in Salzkruste Jamie Oliver

Punkt 1 von meiner „5 Dinge, die ich dieses Jahr kochen/backen möchte“-Liste ist erledigt! Schon lange wollte ich das machen, endlich haben wir es umgesetzt: Das Huhn in Salzkruste. Besser bekannt als „Fisch in Salzkruste“, aber mir kam es eher auf das Verfahren als auf den Inhalt an…

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Punkt 1 von meiner „5 Dinge, die ich dieses Jahr kochen/backen möchte“-Liste ist erledigt! Schon lange wollte ich das machen, endlich haben wir es umgesetzt: Das Huhn in Salzkruste. Besser bekannt als „Fisch in Salzkruste“, aber mir kam es eher auf das Verfahren als auf den Inhalt an.

Wir haben ein schönes Wochenende mit zwei langjährigen Freundinnen genutzt – ein bisschen Zeit braucht man dafür nämlich schon. Da wäre Fisch vermutlich schneller gewesen, so ein Huhn braucht halt eine Weile.

Begonnen hat der Spaß beim Einkaufen. Laut Rezept von Jamie Oliver brauchten wir ein frisches Huhn. Also ab an die Fleischtheke: „Wir hätten gerne ein Huhn, ca. 2kg schwer“. Verkäuferin: „Also ein Suppenhuhn?“ Wir: „Nein, ein Huhn-Huhn. Ohne Suppe.“ Hatten sie nicht, nur ein 3kg-Huhn oder davon die Hälfte – letztere scheidet aus, weil die Haut wichtig ist, um das Salz vom Fleisch fernzuhalten. Also eben ein großes Huhn, und 3kg ist schon ein ganz schöner Brocken.

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Noch ein paar andere Zutaten in den Einkaufswagen und ab nach Hause, vorbereiten. Wir haben zwar noch nicht oft zusammen gekocht, aber trotzdem klappte die Arbeitsteilung super…

Gemüse für’s Blech vorbereiten…

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das Huhn duschen und mit Zitronen und Kräutern füllen…

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Salz mit Aromen mischen…

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Aufgrund des größeren Huhns hatten wir gleich mal ein Kilo Salz mehr gekauft und hatten fast ein Problem, eine ausreichend große Schüssel zu finden. 4 (in Worten: vier!!) Kilo sind nämlich mehr, als man erstmal denkt!! Wer übrigens keinen Mörser hat, ein Nudelholz und Krafteinsatz tun es auch…

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Ein Drittel vom Salz  kommt nun auf’s Blech, dann das Huhn  und zum Schlußss wird die restliche Salzmasse darauf verteilt. Ist ein bisschen wie Burgenbauen, die Konsistenz ist ähnlich wie nasser Sand. Ein bisschen schwierig war es, die beiden Öffnungen des Huhns halbwegs zu verschließen, damit kein Salz reinkommt… ansonsten keine große Herausforderung.

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Nachdem das Huhn zwei Stunden im Ofen war, war das Salz oben schon fast verbrannt und konnte am Stück als Deckel abgehoben werden. Ich hätte den Vogel übrigens noch länger drin gelassen, schließlich war er 50% größer als der im Rezept, aber die Mehrheit war dagegen*. Dann haben wir grob das Salz entfernt und das Huhn auf eine saubere Platte verfrachtet. Hier konnten wir nun die (salzige wabblige) Haut abziehen. Also so war jedenfalls der Plan, die war etwas widerspenstig**. Mit viel Gefummel haben wir das Huhn auseinandergenommen, so ganz kooperativ war es nicht.

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Jetzt aber ab an den Tisch und probieren – hmm – also sooooo ein überragendes Geschmackserlebnis war es jetzt nicht. Nicht übermäßig salzig, aber auch von den anderen Aromen hat man nicht sooo viel gemerkt. Sehr lecker war es allerdings, wenn man das Fleisch in die rausgetropfte Soße getunkt hat – die war schön zitronig-kräuterig-knoblauchig. Das Backofengemüse war wie immer lecker, passte auch gut dazu, aber das ist ja nicht so eine wirkliche Kunst…

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Mein persönliches Fazit: Interessantes Experiment, nicht direkt misslungen, aber verbesserungswürdig. Nächstes Mal nehme ich entweder ein kleineres Huhn oder setze mich bei der Backzeit durch. Oder, noch besser, ich versuche es gleich  mit Fisch, der ist ja flacher und damit bestimmt schneller/gleichmäßiger durch. Außerdem würde ich das Öl, mit dem das Tier eingepinselt wird, noch stärker würzen.

Habt ihr sowas schonmal gemacht? Wenn ja, wie waren eure Erfahrungen? Tipps für „Tier in Salzkruste 2.0“ werden gerne entgegengenommen!

 

*Ich hatte übrigens Recht, zumindest die Keule auf meinem Teller war innen eindeutig noch halb roh, so wabbelig halt. Nicht lecker. Ja, die Brust war super zart und saftig, aber die Keule nicht!

**Könnte das was mit dem Garzustand zu tun haben? Die Meinungen gehen hier ebenfalls auseinander… 😉

3 Gedanken zu „Huhn in Salzkruste Jamie Oliver“

  1. War auch lecker, auch wenn wir uns für den Aufwand mehr versprochen haben.
    Und Spaß gemacht hat es auch …. Versuch´macht ja bekanntlich auch klug! 😉

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