Koffie verkeerd

Traditionell haben wir das lange Wochenende vor zwei Wochen in Belgien verbracht, und da wir schon seit Jahren nach Bredene (direkt neben Ostende) fahren, kennen wir hier so ziemlich alle Orte und Sehenswürdigkeiten – unser Drang, was zu unternehmen, ist also inzwischen einigermaßen befriedigt.

Twinsclub

Traditionell haben wir das lange Wochenende vor zwei Wochen in Belgien verbracht, und da wir schon seit Jahren nach Bredene (direkt neben Ostende) fahren, kennen wir hier so ziemlich alle Orte und Sehenswürdigkeiten – unser Drang, was zu unternehmen, ist also inzwischen einigermaßen befriedigt.

Jetzt konzentrieren wir uns auf’s Entspannen: Lange schlafen, gemütlich frühstücken, lesen oder fernsehen, am Strand spazierengehen, in den Dünen sitzen… und natürlich auch Kaffee trinken. Gleich mehrfach, schließlich waren wir vier Tage vor Ort.

Wir haben da so unsere Favoriten, je nach Wetter und Windrichtung. Windrichtung? Ja, denn wir laufen natürlich lieber mit dem Wind, also entscheiden wir oft erst am Strand, ob wir nach links oder rechts gehen.

Donnerstag sind wir erstmal mit dem Auto (mein Fuß ist noch nicht wieder ganz genesen, ist eine Woche vorher fies umgeknickt) zum Twinsclub gefahren, in der Familie besser bekannt als „die Surferbude“. Vor 15 Jahren war das tatsächlich eher eine Bretterbude, in der man Eis oder Cola kaufen konnte. Inzwischen ist aus der Bude ein nettes, rustikales Café geworden, das sich unauffällig in die Dünen einfügt. Fällt von weitem gar nicht auf, das verwitterte Holz und die schiffsähnliche Form machen sich wirklich gut hier.

Wir haben gemütlich in der Sonne gesessen, Strandspaziergänger beobachtet, Kaffee getrunken – und wollten gar nicht wieder weg. Irgendwie sind ja in Belgien die „schönen“ Cafés, die nicht mit Plastikstühlen an der betonierten Promenade liegen, eher selten. Daher kommen wir so gerne hier her, rundum keine Zivilisation, nur Sand und Dünen und Gras.

Am Freitag sind wir dann in die andere Richtung gelaufen, mit Rückenwind haben wir 50 Minuten bis De Haan gebraucht, die ganze Zeit parallel zu den unbebauten Dünen. Es war relativ windig, aber da das Café unserer Wahl (Danny’s steht auf der Karte, Tiffany’s auf den Fensterscheiben???) eine Terrasse auf der windabgewandten Richtung hat, konnten wir in der Sonne draußen sitzen. Zwar an der Promenade, aber trotzdem schön. Zweimal „coffie verkeerd“ – der Latte Macchiato hat es bis hierhin noch nicht geschafft, obwohl so viele der Gäste Deutsche sind… naja, man kann nicht alles haben. Hier ist es auch innen gemütlich, da Sonntag schlechtes Wetter war, hat es uns nochmal herverschlagen…

Herrlich, durchpusten lassen und dann irgendwo gemütlich sitzen… hier haben wir eine Stunde lang oder so abstruse Mordfälle gelöst – Blackstories. Am nächsten Tag stand dann wieder der Twinsclub auf dem Programm, erst draußen und dann drinnen, als die Wolken dicker und der Wind kälter wurde. Von hier aus konnte man den (Kite-)Surfern zusehen, die auch wenn wir nicht ganz verstanden haben, wer da wer war bei den einzelnen Wettkämpfen und wer warum gewonnen hat… egal.

twinsclub_bredene

5 Gedanken zu „Koffie verkeerd“

  1. Da waren wir auch schon Kaffee trinken :-) Das ist wirklich schön da. Eigentlich haben wir Urlaub in Brügge gemacht und haben mit so einer Bimmelbahn am Meer entlang eine Tour gemacht und sind in De Haan ausgestiegen zum bummeln.

    1. definitiv! Aber man muss die richtigen Ecken finden, jedenfalls am Meer, da gibt es auch sehr… hm… sagen wir mal neutral „intensiv bebaute“ Ecken. In fast jedem Ort. Aber DeHaan ist schön, und nebenan in Bredene steht nix direkt am Strand, da ist gaaaanz lange nur Sand und Wasser und Dünen. Wenn du Tipps brauchst, melde dich!

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