Quadratgarten

Nach einiger Recherche im Internet bin ich bei den sogenannten Quadratgärten (z.B. hier und hier) bzw. auf das englische Square Foot Gardening (z.B. hier bei Wikipedia und hier ein langes englisches Video) gelandet. Das sind kurz gesagt relativ kleine „Kästen“, in denen man in noch kleineren Feldern verschieden Gemüse und Kräuter zieht…

Quadratgarten_Anfang

So richtig viel hatten wir ja in den letzten beiden Jahren noch nicht im Garten gemacht – im ersten Sommer haben wir Rollrasen verlegt und uns gefreut, dass alles grün ist. Letztes Jahr haben wir vor allem den Vorgarten bepflanzt und ein paar vereinzelte Pflanzen im rückwärtigen Garten eingebuddelt. Noch ohne großes Konzept, das kommt dieses Jahr (bzw. ist seit gestern schon zu größeren Teilen umgesetzt, habe aber noch keine Fotos, weil es relativ spät = dunkel und außerdem regnerisch war). Aber: der Naschgarten-Teil war letztes Jahr schon aktiv im Einsatz.

Nach einiger Recherche im Internet bin ich bei den sogenannten Quadratgärten (z.B. hier und hier) bzw. dem englischen Square Foot Gardening (z.B. hier bei Wikipedia und hier ein langes englisches Video) gelandet. Das sind kurz gesagt relativ kleine „Kästen“, in denen man in noch kleineren Feldern verschiedene Gemüse und Kräuter zieht. Vorteil: Viel Ertrag auf kleinem Raum, wenig Unkraut, gut machbar neben Job und Haushalt.

Ich habe also letztes Jahr zwei 4m-Bretter (diese Holzdielen für Terrassen) im Baumarkt gekauft, sie halbieren lassen und dann einfach mit ein paar Schrauben zu einem quadratischen Kasten zusammengebaut. Weitere Schrauben oben im Rand halten die Hanfseile, mit denen ich meine Quadrate unterteile.

Bei mir sind das 5×5 Felder, letztes Jahr bepflanzt mit diversen Kräutern, drei verschiedenen Tomaten, Paprika, Erdbeeren, Möhren, Radieschen und Salat. Im ersten Moment scheinen die Felder relativ klein, bei mir sind es ca. 30x30cm. Aber natürlich hilft auch hier das Internet mit Listen, wie viel wovon man auf so ein Feld pflanzen sollte. Also vier Salate oder 10 Möhren oder so… ganz so eng sehe ich es nicht, wenn’s mal 11 Möhren werden, geht das auch, aber als Anhaltspunkt finde ich diese Liste ganz hilfreich.

Dieses Jahr werde ich einige Dinge weglassen, dafür andere mehr anbauen: Salat und Möhren waren super, Radieschen mag ich nicht. Kaum zu glauben, aber ich hatte noch nie so richtig mit Bewusstsein Radieschen gegessen! Muss mal meine Mutter fragen, ob sie die mag – ich vermute mal fast nein, und deshalb gab es sie bei uns nie? Egal, das habe ich jedenfalls jetzt herausgefunden.

Die verschiedenen Tomatensorten waren alle gut, aber am leckersten waren die Cocktailtomaten – daher gibt’s davon jetzt drei Pflanzen, eine gelbe und zwei rote. Erdbeeren haben sich selbst vermehrt, die haben ein zusätzliches Feld okkupiert. So sieht es momentan aus, nachdem ich gestern Kräuter eingepflanzt habe:

Quadratgarten_Anfang

Die freien Felder in der Mitte bzw. links werden morgen mit Möhren- und Salatsamen bestückt, und in den beiden freien Felder an der Mauer (der Salbei ist nach dem Foto noch umgezogen) werde ich erstmals mit Kürbissamen experimentieren. Mal sehen, wie das klappt…

Und dann kann es wieder losgehen, Kochen macht gleich dreimal soviel Spaß, wenn man vorher mit einem Schüsselchen in den Garten geht und Kräuter für die Kräuterbutter pflückt, oder Rosmarin für die Rosmarinkartoffeln. Und natürlich schmecken meine eigenen Möhren um Längen besser als gekaufte! Selbst die Tomaten gedeihen, vermutlich weil ich ihnen nicht erzählt habe, dass sie eigentlich keinen Regen mögen. Bei den Nachbarn sind sie trotz Zelt eingegangen, bei mir ist alles super gelaufen.

Fast vergessen: neben allen oben genannten Gründen hat der Quadratgarten die praktische Eigenschaft, dass man problemlos beim Kochen den Besuch in den Garten schicken kann, um z.B. Oregano zu holen. Wenn er nicht weiß, wie Oregano aussieht, sagt man einfach: „Der steht auf D2“ – und schon weiß jeder Bescheid. Es sei denn, er zählt falschrum, dann wären das in diesem Fall Möhren, aber den Unterschied wird hoffentlich jeder erkennen :-)

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