Schwein auf Schokolade

Gebt es zu – mindestens teilweise lest ihr jetzt diesen Post, weil ihr überlegt, was für ein schwachsinniges Rezept wir uns da wieder ausgedacht haben… :-) So wie das Schwein auf Rhabarber, das wir letztens mal gekocht haben…

20130730-121030.jpg

Gebt es zu – mindestens teilweise lest ihr jetzt diesen Post, weil ihr überlegt, was für ein schwachsinniges Rezept wir uns da wieder ausgedacht bei Jamie ausgesucht haben… :-) So wie das Schwein auf Rhabarber, das wir letztens mal gekocht haben…

Alles halb so schlimm, es geht gar nicht um ein Essen, sondern um einen Geburtstagskuchen für einen der Kochgruppenjungs. Ich lasse mir das ja nicht nehmen und backe denen immer was Leckeres (ob sich wohl einer revanchiert??) – diesmal eben mit Schwein, schließlich hat C. selbst mir seinerzeit ein Foto oder einen Link geschickt, so bin ich erst darauf aufmerksam geworden. Bin also nicht die erste, die das ausprobiert, wenn man es googelt, bekommt man zahlreiche Treffer dafür.

Damit ihr wisst, wovon ich rede, hier erstmal eine Gesamtansicht, bevor ich zu den Details komme:
20130730-121030.jpg

20130730-121044.jpg

Schweinchen auf Schokolade eben – beziehungsweise im gemütlichen Schoko-Matsch-Bad im Joghurette-Fass. Hier nochmal von oben fotografiert:

20130730-121038.jpg

Ein kleines Schweinchen sitzt am Rand…20130730-121050.jpg

Ein kleines Schweinchen liebt Rückenschwimmen…

20130730-121056.jpg

 

und zwei kleine Schweinchen suchen auf dem Grund des Kuchens nach Kalorien – sind aber keine drin, habe extra nochmal auf’s Rezept geschaut:
20130730-221724.jpg

Darunter versteckt sich ein leckerer saftiger Schokoladenkuchen (Rezept siehe unten), fast vier Tafeln Joghurette und leckeres Schoko-Frischkäse-Frosting. Und Marzipan, dezent schweinchen-rosa gefärbt…

Der Schokokuchen (ursprüngliche Fassung von der Tortentante, hier)

200 ml Milch (mehr als im Originalrezept, weil glutenfrei mehr Flüssigkeit braucht)
160 g brauner Zucker
125 g Butter
50 g Backkakao
175 g Mehl – je 1/3 Maismehl, Buchweizenmehl und Speisestärke, muss ja glutenfrei sein
1 TL Backpulver
3 Eier

Backofen auf 160° vorheizen, kleine Backform mit Backpapier auslegen. zusätzlich Muffinform mit 6 Mulden ausfetten oder mit Papierförmchen auslegen (die Teigmenge reicht für eine große Form, ich brauchte aber nur eine kleine Torte – der Rest wird gekrümelt und zu Cakepops verarbeitet).

Milch, Zucker, Kakao und Butter (in kleinen Stückchen, dann geht’s schneller) in einem Topf erhitzen. Muss nicht heiß werden, aber die Butter muss schmelzen. Dabei gut rühren, farblich fällt es vielleicht nicht auf, aber geschmacklich macht sich Angebranntes nicht so gut. Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Danach  Mehl und Backpulver in mehreren kleinen Portionen dazugeben und unterrühren. Die Eier einzeln einrühren – toller Kuchen, geht ganz ohne Geräte, ein Löffel reicht völlig.

Den Teig in die Formen füllen und auf mittlerer Schiene bei 160° ca. 45 – 55 min. backen (Muffins früher rausnehmen, die waren bei mir so nach 25min gut). Gut abkühlen lassen!

Die Schweinchen

Die Schweine bestehen aus Marzipanrohmasse, Puderzucker und roter Lebensmittelfarbe. Ich hatte erst überlegt, ob ich fertige Schweine kaufe und die dann in die passenden Stücke zersäge – zwei hätten eigentlich reichen müssen. Aber dann hat doch der Ehrgeiz gesiegt, die selbst zu formen. Ging auch ganz gut, vor allem Schweinepopos sind auch für Marzipan-Laien schnell herzustellen. Einziges Hilfsmittel: ein Zahnstocher.

Die Schokocreme 

1 Tafel Alpenmilch-Schokolade (mag ich lieber, Zartbitter ginge bestimmt auch)
170g Frischkäse
20g Butter

Butter und Schokolade im Wasserbad (oder für Faule: in der Mikrowelle) schmelzen, Frischkäse unterrühren, bis die Creme glatt ist.

Aus Kuchen & Creme wird Fass &  Matsche:
Den Kuchen falls notwendig mit einem großen Messer begradigen. Den Rand mit Hilfe eines Messers mit der Creme bestreichen und die ausgepackten Joghurette-Riegel „ankleben“. Hält überraschend gut, aber ich hatte sicherheitshalber den Hausherrn in Rufweite beordert, falls ich zusätzliche Hände benötigt hätte. Er hat dann zumindest einen Streifen Alufolie gefaltet, den ich zur Stabilisierung einmal rund um das Fass gelegt und mit Tesafilm festgeklebt habe – damit beim Abkühlen und Festwerden nichts passiert.
Nun noch die restliche Creme im Fass verteilen und gewollt unordentlich verstreichen. Schließlich sind die Schweinchen ja nicht ordentlich, sondern genießen das Bad in der Matsche! Die Schweinchen in die Creme drücken – und fertig. Das war’s…

Und nun geht’s den Schweinchen an den Kragen – als Krönung des gestrigen Kochabends, den Jamie-Nachtisch haben wir natürlich weggelassen. Das Rückenschwimmerschwein musste als erstes dran glauben:

20130730-221838.jpg

 

So sieht die Torte von innen aus:

20130730-221847.jpg

Jeder konnte sich aussuchen, welchen Teil vom Schwein er gerne hätte – hier das Modell „Schweinepopo“:

20130730-221857.jpg

Fazit: Seeeehr niedlich, seeehr lecker, seeeeehr gehaltvoll. Die Joghuretten haben wir zum größten Teil nicht mitgegessen, die waren zu süß. Aber für die Optik eben notwendig. Der Herr des Hauses hatte (beim Essen, nicht dass er das mal vorher gesagt hätte) die Idee, man könnte ja die Joghuretten halbieren, dann wäre es viel weniger Schokolade. Und man kann ja drauf achten, dass die Matsche nicht rausschwappt – der Rand ist dann ja nur knapp über der Oberfläche. Oder den Kuchen einfach flacher machen…

Damit wäre Punkt 2 auf der Liste „5 Dinge, die ich dieses Jahr kochen/backen will“ erledigt – guckst du hier

4 Gedanken zu „Schwein auf Schokolade“

  1. Das ist ja mal BOMBE!! 😀
    Kannst du mir bitte noch erklären, wie du Marzipan mit Puderzucker und der Farbe so schön gleichmäßig verarbeitet hast? Bin in der Küche leider manchmal etwas unbeholfen…

    Lieben Gruß
    Melly

    1. hmmm… keine Ahnung… ich hab’s einfach verknetet. Also Rohmasse und Puderzucker (nach Gefühl und Geschmack), dazu ein Rest der Standard-DrOetker-Farbe und ein bisschen rote Wilton-Farbe aus Amerika… und dann so lange kneten, bis es gleichmäßig aussieht. Ging eigentlich recht schnell… Sorry, Geheimtipps gibt’s da keine 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *