Karnevalistische Cakepops

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Oh, oh, oh, ich habe schon soooo lange nichts mehr geschrieben – ich musste doch tatsächlich gerade erstmal das Winter-Banner aus der Kopfzeile entfernen. Aber mit einem neuen Job hat man irgendwie nicht ganz so viel Zeit wie sonst, habe ich festgestellt. Weder zum Bloggen, noch so richtig viel zum Backen, Basteln und Dekorieren. Nun habe ich aber gute Vorsätze gefasst zum 5.3.2014, also heute. Zum 1.1. kann ja jeder. Und vielleicht halten diese dann ja auch besser, wer weiß?

Also, ich versuche jetzt mal nicht, alle Dinge nachzuholen, sondern fange direkt mit dem aktuellen Projekt an: Karnevalistische Cakepops. Meine neuen Kollegen freuen sich (und die alten wissen, was ihnen entgeht) immer über Selbstgebackenes, und auch wenn ich sonst überhaupt nichts mit Karneval anfangen kann, es bietet immerhin Gelegenheit, „was Buntes“ zu backen.

Hier also die Entstehungsgeschichte der Rosenmontags-Cakepops…

Ausgangspunkt: ein leckerer Zitronenkuchenteig, in zwei Hälften geteilt und mit roter und grüner Lebensmittelfarbe versetzt.
Die Fummelei mit dem Backpapier ist doof, ich habe erst überlegt, ob ich die Dinger nicht gleich in Muffinförmchen backe (dann wären es auch noch mehr Farbe geworden), aber da war mir die GEfahr zu groß, dass die Ränder dann zu braun werden… Also doch in der Kastenform und nur zwei Farben:
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So sieht das dann nach dem Abkühlen und Aufschneiden aus – seeeeehr grün mit einer leicht bräunlichen Kruste:
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Schmeckt aber ganz normal nach Zitrone, auch wenn Auge und Geschmacksnerven da ein bisschen durcheinander kommen.

Der Kuchen kam – natürlich nach Farben getrennt, also nacheinander, sonst wäre das ja irgendwie kontraproduktiv – in die Küchenmaschine und wurde fein zerkrümelt. Dann kam das Frosting dazu, bestehend zuvor vermischten 50g Butter, 40g Zucker, 1 Vanillezucker, 70g Frischkäse (das Ganze zweimal, diese Menge reichte jeweils für eine Farbe). Diesmal passte auch das Verhältnis perfekt, sicherheitshalber hatte ich einen Teil der Krümel und einen Teil des Frostings erstmal zurückgehalten, falls die Mischung zu trocken oder zu feucht geworden wäre. Aus der Menge konnte ich im nächsten Schritt 38 Kugeln formen und im Kühlschrank kaltstellen:

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Tja, und dann ging die Dekoriererei los: Erstmal Holzstäbchen in geschmolzene Vanille-Kuchenglasur tunken und in die Kugel stecken. Dann die Kugel in die Glasur tauchen (ich mache das immer in den kleinen IKEA-Teelichtgläschen, die ich in zum Warmhalten der Glasur nochmal in ein Schälchen mit heißem Wasser stelle), kurz antrocknen lassen. Meistens bekommen mehrere Kugeln die erste Glasur und dürfen dann in zuckergefüllten Gläsern warten.

Die zweite Runde begann einfach, ich habe erstmal die Konfetti-Cakepops gemacht. Da muss man zwar auch schnell, aber nicht besonders genau sein. Die Glasur trocknet nämlich schneller als man denkt! Also: tauchen, sofort rundum bestreuen.

Dann kam die andere Hälfte, ich wollte „was mit Augen“, in diesem Fall Clowns. Dazu braucht man pro Cakepop

  • eine Himbeere (diese Haribo-Dinger) in zwei Hälften für die Haare (NICHT Ohren, wie mehrere meiner Kollegen meinten),
  • eine rote Zuckerperle für die Nase
  • ein rotes Zuckerherzchen für den Mund
  • etwas Schokolade für die Augen und Augenbrauen (ich hatte es erst mit den Zuckeraugen probiert, aber die waren zu groß)

Und nun muss es schnell gehen – tauchen, sofort alle Dekoteile anbringen, bevor die Glasur trocknet. Wäre ja auch kein Drama, aber dann müsste man jedes Mini-Fitzelteilchen einzeln mit Glasur ankleben… Hier die noch augenlosen Clowns, die auf die finale Bemalung warten:

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Und so sahen sie dann am Ende aus: 19 Clowns, 19 Konfettikugeln. Tadaaaa… ähm… also… tätäää, tätääää, tätääää:

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Und wie immer durfte der Herr des Hauses den Prototypen als Erstes verspeisen (hier noch mit Zuckeraugen und aufgemaltem Mund, außerdem innen grün und nicht rot wie seine Kollegen)… erinnert ein bisschen an Halloween und weniger an Karneval, aber dem Geschmack tut das ja keinen Abbruch… irgendwann mache ich mal eine Extra-Seite mit den ganzen angebissenen Cakepops – der Herr des Hauses hat besonderen Spaß daran, die immer so zu massakrieren, glaube ich :-)

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2 Gedanken zu „Karnevalistische Cakepops“

  1. Ach, das ist ja schön, das es hier wieder was neues von Dir zu lesen gibt 😉
    Und die Cacapops sind natürlich der Knaller ;o)

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