Pinguin-Motivtorte mit Fondantfiguren – ein Geburtstagsgeschenk

Pinguintorte

Und weiter geht’s mit der nächsten Motivtorte, ein Geburtstagsgeschenk für einen Freund. Themenvorgaben gab es nicht, aber ich hatte vor einiger Zeit schon eine Idee gespeichert – und da der Winter (hoffentlich) bald vorbei ist, waren sie jetzt „dran“, die Pinguine.

Also erstmal eine Skizze der Pinguintorte, vor allem um die richtigen Proportionen einschätzen zu können. Falls das übrigens jemandem auffällt: ja, offensichtlich hat die Werbung für Fischstäbchen und Blubb-Spinat unterschwellig gewirkt…

Torte_1 (3)

Nachdem ich mich durch diverse Webseiten, Blogs und Pinterest-Tutorials gewühlt habe, brauche ich erstmal zwei Prototypenpinguine für meine die Pinguintorte, um mich für eine Form zu entscheiden. Dafür habe ich Fondant-Reste genommen und auch nicht sonderlich sauber mit dem Kleber gearbeitet, daher die etwas schmutzig-weißen Bäuche und Gesichter. Aber es geht ja erstmal nur um die Form: Prototypenpinguine für Pinguintorte

Der Rechte soll es werden, mit einigen Modifikationen am Gesicht und den Augen der Fondantpinguine. Also los: drei Körper aus schwarzem Modellierfondant rollen:Torte_1 (2)

Aus weißem Fondant die Bäuche & Gesichter für die Pinguintorte ausstechen – ich habe dafür zwei unterschiedlich große Spritztüllen benutzt. Füße formen und unter die Körper kleben:
Foto 1

Während die Pinguin-Jungs ein bisschen antrocknen, kann ich mich um die Zubehörteile kümmern: ein Iglu, Schneebälle und aus dem Rest des weißen Modellierfondants noch ein Schneemann. Mal sehen, ob dafür noch Platz ist, aber bevor ich das wegwerfe… Ein paar Fische aus grauem Fondant habe ich auch noch geformt, drei davon hängen nun an der Seite des Iglus, zwei werden später neben der Pinguin-Anglerin liegen.
Im Iglu steckt übrigens ein Kern aus Küchenpapier, mit Alufolie ummantelt und zur Halbkugel geformt:
Torte_1 (4)

Nun kommen die Pinguin-Details für die Torte, am Ende sehen die drei so aus:
dreipinguine

Und was noch? Ich will mehr Dynamik auf der Pinguin-Torte. Da nun der kleine Pinguin schon einen Schneeball in der Hand hat, liegt es doch wirklich nahe, dass er gerade vorher einen geworfen und den Frostbeulenpinguin getroffen hat… Also bekommt der noch ein bisschen Schnee an die Mütze. Und der Iglu-Eingang, inzwischen getrocknet, bekommt noch einen Pinguin-Popo verpasst, aus dem restlichen schwarzen Fondant:
dynamikpinguine

Und nun alles zusammen auf der anfänglichen Skizze – hm, wird langsam voll da auf der Eisscholle…
Torte2 (2)

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Kuchen… der kommt dann morgen/übermorgen dazu. Vielleicht wird er doch etwas größer als geplant, damit alles draufpasst? Ich brauche dringend Styropor-Dummies in verschiedenen Größen, um das auch in 3D ausprobieren zu können…

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Jetzt ist „übermorgen“, also Dienstag, es geht ans Kuchenbacken. Schon vor dem Frühstück! Einmal das Wunderrezept von hier mit grob gehackten Macadamia-Nüssen, gebacken in einem flexiblen Tortenring, damit die Deko komplett draufpasst. Der Pinguin-Kuchen ist abzüglich des „Hubbels“ jetzt 8cm cm hoch, da kann ich ohne Probleme 3 Etagen draus schneiden.

Während der Kuchen im Ofen ist, kann man schnell die Ganache zusammenrühren – 600g gehackte weiße Schokolade, 200ml kochende Sahne.

Für die Füllung konnte ich mich bis zur letzten Minute nicht entscheiden: Himbeer-Buttercreme, Himbeer-Frischkäse-Creme oder Himbeer-Joghurt-Creme? Buttercreme wäre für den Fondant sicherer bzw. spart einen zusätzlichen Schritt, Frischkäse mag ich persönlich lieber und schmeckt leichter. Das ist dann auch das ausschlaggebende Argument gewesen, es wird also Himbeer-Frischkäse – TK-Himbeeren, Frischkäse, Puderzucker und Butter. Nach Gefühl, ein Rezept gibt’s da nicht wirklich. Ich würde sagen es waren so 300g Frischkäse, 125g Butter, 4 EL (?) Puderzucker, 150g Himbeeren (püriert und gesiebt).

Und nun geht es weiter mit dem Pinguin-Kuchen:

  • schneiden, füllen, zusammensetzen und mit Ganache glatt einstreichen
  • blauen Fondant ausrollen und mit dem Tortenring in der Größe des Kuchens ausstechen, auflegen
  • weißen Fondant ausrollen (gibt’s jetzt in der Metro, sehr praktisch), auflegen und die Falten ausstreichen. Bin jedes Mal fasziniert, dass das wirklich klappt…

Danach dann die Feinarbeit:

  • Eisloch ausschneiden und damit das Wasser enthüllen
  • Pinguine und alle Dekoteile zur Probe aufsetzen (die Pinguine nehme ich sicherheitshalber einzeln mit und dekoriere die Torte erst vor Ort)
  • Dekoteile ankleben – Fische, Eisstückchen rund um das Eisloch, Schneebälle
  • Fisch „ins Wasser“ setzen, Länge der Angelschnur anpassen.

Und Fotos machen, ganz wichtig. Tadaaaa, hier ist die fertige Pinguin-Torte im Transportzustand…
Pinguintorte mit Fondant

… und dann nach dem endgültigen Dekorieren vor Ort:
Pinguintorte mit Fondantpinguinen

Alle Protagonisten in Großaufnahme…
Motivtorte mit Fondantpinguinen

Pinguins aus Fondant auf der Pinguintorte

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Pinguintorte mit Iglu, Schneeman und Pinguins

und alles nochmal von oben:
Pinguintorte mit Iglu, Schneeman und Pinguins

Fotos vom Anschnitt folgen – noch steht die Torte kalt und sicher auf dem Laufgitter rund um mein Nachbarbüro, a.k.a. „der großen Kühlschrank“. Übergabe findet gleich irgendwann statt… mal sehen, ob er sich traut, das dann auch anzuschneiden :-)

Nachdem sie den Vormittag über wohl von diversen Kollegen besichtigt wurde („hier tauchen dauernd Leute in meinem Büro auf, die gehört haben, dass hier eine tolle Torte steht – die wollen nicht zu mir, die wollen zur Torte“), hatten wir dann um 13h einen Torten-Termin. Also eigentlich sogar einen Termin mit fachlichem Hintergrund, aber eben auch mit Torte.

Und so sieht sie die Pinguintorte oder Kuchen von innen aus:

Pinguintorte mit Iglu, Schneeman und Pinguins

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Geschmeckt hat sie offensichtlich auch, abends war sie jedenfalls weg :-)

Für die Statistik (das notiere ich, weil ich es sonst immer vergesse. Ist mir eigentlich egal, mir macht das Spaß und ich kann mich dabei prima entspannen… aber da ich immer wieder gefragt werde… genauso wie nach den Kalorien)

Zeitangaben für die Pinguintorte

  • Figuren formen (inklusive 2 Prototypenpinguine) – 3,5h
  • Kuchen backen und Ganache ansetzen – 45min
  • Himbeer-Frischkäsefüllung anrühren – 15min
  • Kuchen zusammensetzen, füllen und einstreichen – 1h
  • Kuchen mit Fondant eindecken und fertig dekorieren – 1h

Für mehr Inspiration schaut einfach unter „Backen“ vorbei.

2 Gedanken zu „Pinguin-Motivtorte mit Fondantfiguren – ein Geburtstagsgeschenk“

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